Die Europäische Ladungs-Verbund Internationaler Spediteure AG (ELVIS) plant über ihr Tochterunternehmen Themis Schaden GmbH eine weitere Klage gegen die Daimler AG und damit gegen das Lkw-Kartell. Gebündelt werden darin die Ansprüche, die aus dem Kauf von 10.000 Fahrzeugen resultieren. Den durchschnittlichen Schaden je Lkw beziffert ELVIS auf rund 7.000 Euro. Anders als die Ende 2017 am Landgericht Stuttgart eingereichte Klage wird sich diese auf den Nach-Kartell-Zeitraum beziehen.

Grund dafür, dass der Spediteursverbund nun auch Schäden geltend macht, die nach den Durchsuchungen durch die Europäische Kommission vor sieben Jahren entstanden sind, ist ein neues ökonomisches Gutachten. Dieses kommt zu dem Ergebnis, dass sich das Kartell auch auf die Zeit nach Januar 2011 ausgewirkt hat. „Mit anderen Worten: Die Spediteure und Transportunternehmer haben auch in der Nach-Kartell-Zeit mehr für die von ihnen gekauften Lkw bezahlt als sie ohne das Kartell hätten zahlen müssen“, erklärt Rechtsanwalt Dr. Moritz Lorenz von der Berliner Kanzlei Arnecke Sibeth Dabelstein, der ELVIS auch in diesem Verfahren gerichtlich vertreten wird. Die Kartellanten seien verpflichtet, auch diesen Schaden zu ersetzen. Eingereicht werden soll die Klage im kommenden Jahr, voraussichtlich ebenfalls am Landgericht Stuttgart. „Die Gespräche mit einem Prozessfinanzierer stehen vor dem Abschluss. Die Abtretungsvereinbarungen sollen noch in diesem Jahr an die beteiligen Unternehmen verschickt werden“, sagt Lorenz.

Die Aussichten, die Ansprüche gerichtlich geltend zu machen, schätzt der Rechtsanwalt als gut ein: „Sämtliche Urteile, die bisher im Zusammenhang mit dem Lkw-Kartell erlassen worden sind, haben sich als überaus klägerfreundlich erwiesen.“ Die Richter trügen der neuen Schadensersatzrichtlinie der EU voll Rechnung, die die Durchsetzung privater Schadensersatzklagen erleichtert. Zuletzt sei diese Änderung sogar rückwirkend auf einen Altfall angewendet worden. Vorteilhaft seien auch Urteile der Landgerichte Stuttgart und Dortmund. Festgestellt wurde darin, dass die Speditionen ihre Schäden nicht auf ihre Kunden abgewälzt haben (sog. Schadensabwälzung), und dass auch jene Unternehmen einen Kartellschaden geltend machen können, die ihre Fahrzeuge über einen Händler gekauft haben.


Eine Reaktion der Daimler AG auf die im Dezember 2017 eingereichte Klage sei bis dato nicht erfolgt. Voraussichtlich wird diese aber nicht mehr lange auf sich warten lassen. Denn die Frist zur Klageerwiderung läuft am 10. Dezember 2018 ab.

Über die ELVIS AG

Die ELVIS AG (Europäischer Ladungs-Verbund Internationaler Spediteure) ist der führende Verbund von Lkw-Speditionen und Frachtführern Europas und die Interessensvertretung von derzeit 187 Mitgliedsunternehmen. Über seine Partner ist der Verbund an 280 Standorten in Deutschland und in mehr als 20 Ländern Europas vertreten. Primäres Ziel der ELVIS AG ist es, Vorteile für die Mitgliedsunternehmen zu realisieren, die sich aufgrund von Skaleneffekten und der Zusammenarbeit untereinander ergeben.

Zum Leistungsportfolio des Verbundes zählen der zentrale Einkauf von Waren und Dienstleistungen, der eigene Onlineshop "ELVIS Truckstar" sowie Beratungslösungen. ELVIS informiert seine Mit-glieder frühzeitig über alle Markt- und Branchenveränderungen sowie über relevante politische Entwicklungen und deren Auswirkungen.

Als Dachorganisation fungiert der Verbund als zentraler Ansprechpartner und Interessensvertretung seiner Mitglieder gegen-über Politik und Verwaltung. Mit dem Ziel, praxisrelevante Mehrwerte und Vorteile für die angeschlossenen Mitgliedsunternehmen zu generieren, initiiert und betreut die ELVIS AG zudem regelmäßig Pilotprojekte und Kooperationen mit Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen.

Zudem bestehen unter dem Dach der ELVIS AG verschiedene operative Netzwerke: ein Part Load Network, ein Full Load Network, ein Volume Load Network, ein Baustoffnetzwerk sowie ein Palettenportal.

Die ELVIS AG besteht seit 2006 und verfügt mittels ihrer Mitglieder heute über eine Flotte von mehr als 17.000 Lkw.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

ELVIS AG
Röntgenstraße 4
63755 Alzenau
Telefon: +49 (6023) 50734-0
Telefax: +49 (6023) 50734-50
http://www.elvis-ag.com

Ansprechpartner:
Jens Könning
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 (251) 625561132
Fax: +49 (251) 62556119
E-Mail: koenning@sputnik-agentur.de
Manuel Nakunst
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 (251) 62556114
Fax: +49 (251) 62556119
E-Mail: nakunst@sputnik-agentur.de
Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.