Das auf Immuntherapie spezialisierte biopharmazeutische Unternehmen Apogenix AG gab heute bekannt, dass der erste Patient in die ASUNCTIS-Studie aufgenommen wurde. Die ASUNCTIS-Studie ist eine offene, randomisierte, kontrollierte, multizentrische Studie zur Prüfung der Wirksamkeit und Sicherheit von Asunercept bei Patienten mit schwerer COVID-19-Erkrankung. In vier Behandlungsarmen werden bei insgesamt 400 Patienten drei verschiedene Dosierungen von Asunercept plus Standardbehandlung im Vergleich zur alleinigen Standardbehandlung untersucht. Apogenix hat die behördliche Genehmigung für die ASUNCTIS-Studie jetzt sowohl in Spanien als auch in Russland erhalten und wird Patienten in mehreren Studienzentren, u.a. in Madrid und Sankt Petersburg, rekrutieren.

„Die deutliche Zunahme der COVID-19-Infektionen in Europa unterstreicht den dringenden Bedarf an sicheren und wirksamen Behandlungsmöglichkeiten“, sagte Dr. Thomas Hoeger, Chief Executive Officer von Apogenix. „Wir hoffen sehr, dass sich unser am weitesten entwickelter immuntherapeutischer Wirkstoffkandidat Asunercept bei Patienten mit schwerer COVID-19-Erkrankung als wirksam erweisen wird.“

„Der CD95-Ligand, der durch Asunercept gehemmt wird, ist an der Induktion einer lebensbedrohlichen Lymphopenie und des Todes von Lungenepithelzellen beteiligt, was bei COVID-19-Patienten zu Lungenentzündung und akutem Atemnotsyndrom (ARDS) führen kann“, fuhr Thomas Hoeger fort. „Da sowohl Lymphopenie als auch ARDS ebenfalls Komplikationen bei anderen Virusinfektionen sind, könnte Asunercept daher für Virusinfektionen jenseits von COVID-19 eine neue Behandlungsoption eröffnen.“


Über Asunercept

Der am weitesten entwickelte immuntherapeutische Wirkstoffkandidat Asunercept ist ein vollständig humanes Fusionsprotein, das aus der extrazellulären Domäne des CD95-Rezeptors und dem Fc-Teil eines IgG-Antikörpers besteht. Er wird zur Behandlung von soliden Tumoren, malignen hämatologischen Erkrankungen und Virusinfektionen wie COVID-19 entwickelt. Asunercept besitzt den Orphan Drug Status zur Behandlung des Glioblastoms und des myelodysplastischen Syndroms (MDS) in der EU und den USA sowie den PRIME (PRIority MEdicines) Status von der Europäischen Arzneimittelagentur zur Behandlung des Glioblastoms. Asunercept ist exklusiv an CANbridge Life Sciences mittels einer Entwicklungs- und Vermarktungslizenz für China, Macao, Hongkong und Taiwan lizenziert.

Über die Apogenix AG

Apogenix entwickelt innovative Immuntherapeutika zur Behandlung von Krebs und Viruserkrankungen wie COVID-19. Das privat gehaltene Unternehmen verfügt über eine Pipeline von immuntherapeutischen Wirkstoffkandidaten, die ihren therapeutischen Effekt über die Beeinflussung verschiedener Tumornekrosefaktor (TNF)-Superfamilie-abhängiger Signalwege ausüben und darauf abzielen, bei Krebspatienten die Immunantwort gegen Tumore wiederherzustellen sowie bei Patienten mit Virusinfektionen die Lymphopenie sowie den entzündlichen Zelltod zu reduzieren. Checkpoint-Inhibitor Asunercept, der führende Produktkandidat des Unternehmens, befindet sich in der späten klinischen Entwicklung und hat den PRIME (PRIority MEdicines) Status von der Europäischen Arzneimittelagentur zur Behandlung des Glioblastoms. Basierend auf der proprietären Technologieplattform zur Konstruktion von neuartigen TNF-Superfamilie-Rezeptor-Agonisten (HERA-Liganden) entwickelt Apogenix CD40-, CD27-, GITR-, HVEM- und 4-1BB-Rezeptor-Agonisten für die Krebsimmuntherapie. Das TRAIL-Rezeptor-Agonisten-Programm wurde an AbbVie auslizensiert. AbbVie führt aktuell eine klinische Phase I-Studie mit TRAIL-Rezeptor-Agonist ABBV-621 durch, für die Patienten mit soliden Tumoren, Non-Hodgkin-Lymphomen oder akuten myeloischen Leukämien rekrutiert werden.

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