Nach Auffassung des BWVL Bundesverband Wirtschaft, Verkehr und Logistik droht durch die Preissteigerungen bei AdBlue von bis zu 170 Prozent eine weitere erhebliche Belastung der Lieferketten.  

AdBlue wird von allen modernen Dieselfahrzeugen und -maschinen benötigt: Ohne AdBlue ist ein moderner Lkw nicht fahrfähig. Damit ist das Produkt von enormer Bedeutung für die Wirtschaft und die Transportverknüpfungen im Besonderen. 

„Die explodierenden Preise für das Dieseladditiv AdBlue könnten die Transporte nicht nur für unsere Unternehmen aus Industrie und Handel im Werkverkehr ebenso belasten, wie die bereits massiv gestiegenen Dieselkosten“, warnt Markus Olligschläger, Hauptgeschäftsführer beim BWVL Bundesverband, Wirtschaft, Verkehr und Logistik – „mittelbar trifft uns das genauso über den Einsatz der Speditionen und Frachtführer“, so Olligschläger weiter. 

Hintergrund für die aktuelle Entwicklung ist die Schließung von Produktionsstäten bei AdBlue-Herstellern aufgrund der enorm gestiegenen Energiekosten. „Als Folge der Produktionseinstellungen droht im schlimmsten Fall eine europaweite Verknappung des AdBlue-Angebots. Die Erhöhung von Sicherheitsbeständen und die dadurch verursachte Entnahme von Transportbehältern aus dem Marktkreislauf könnten die Verfügbarkeit und die Preisentwicklung von AdBlue zusätzlich belasten,“ so Olligschläger weiter. 

Der BWVL hat das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) auf die drohende Eigendynamik am AdBlue- Markt und die daraus möglicherweise resultierenden Folgen hingewiesen. Anders als bei der Diskussion um die ausreichende AdBlue-Versorgung im November vergangenen Jahres, sind die Rahmenbedingungen jetzt völlig anders. Wirtschaftliche Schäden drohen bereits durch viele andere Folgen des Ukrainekriegs und der damit verbundenen Sanktionen. 

Der BWVL fordert alle Marktteilnehmer auf, besonnen mit der Ressource AdBlue umzugehen und erwartet von der Politik eine aktive Wahrnehmung des Problems. 

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