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Halle 6, Stand 6A55

Stretchwickeln wird oft auf einen einfachen Zusammenhang reduziert: mehr Vorreckung bedeutet weniger Folie.
In der Praxis ist es deutlich komplexer – und genau hier liegen seit Jahren zwei zentrale Herausforderungen, die den Prozess begrenzen.

1. Das erste Problem: Wenn Anlegespannung von der Vorreckung abhängt

In klassischen Stretchwickelsystemen beeinflussen sich Vorreckung und Anlegespannung.
Das bedeutet: Jede nennenswerte Änderung der Vorreckung beeinflusst die Kraft, mit der die Folie auf die Palette wirkt.

Viele am Markt befindliche Systeme versuchen, dieses Verhalten über Sensorik und Software auszugleichen. Sie erkennen Abweichungen und regeln nach.
Doch diese Regelung erfolgt immer reaktiv – also erst dann, wenn die Folie am Produkt bereits zu viel oder zu wenig Kraft aufgebracht hat.

Besonders deutlich wird das:

  • bei unförmigen Kanten (Versätze/Pyramiden…)
  • bei instabilen Lasten
  • bei hohen Wickelgeschwindigkeiten

Das Ergebnis sind Kraftspitzen, die sich zwar im Mittelwert ausgleichen lassen, aber nie vermieden werden.

2. Unser Ansatz: Zug- und druckloses Wickeln

Bei der Entwicklung unseres neuen Folienschlittens UFS haben wir genau an diesem Punkt angesetzt.
Nicht mit dem Ziel, besser nachzuregeln – sondern das Problem grundsätzlich zu vermeiden.

Das Ergebnis ist ein System, das:

  • zug- und drucklos wickeln kann
  • die Anlegespannung nicht von der Vorreckung abhängig macht
  • die Vorreckung für Effizienz nutzt und Anlegespannung für Stabilität behandelt

Diese funktionale Trennung eröffnet neue Freiheitsgrade:

  • höhere reale Folienausnutzung
  • stabilere Paletten
  • reproduzierbare Einstellungen (technisch geschlossenes System)
  • weniger Kompromisse zwischen Materialeinsatz und Sicherheit

Nicht durch Tricks, sondern durch ein neu gedachtes System.

3. Ingenieurskunst als System, nicht als Einzelkomponente

Diese Lösung entstand nicht durch eine einzelne Idee, sondern durch konsequentes Systemdenken.
Mechanik, Regelung und Prozessverständnis wurden gemeinsam betrachtet – nicht isoliert.

Genau diese Arbeitsweise beschreibt, wie wir bei Pamminger entwickeln:

  • Probleme an der Ursache lösen
  • nicht Symptome kaschieren

und Lösungen schaffen, die auch unter industriellen Bedingungen reproduzierbar funktionieren

4. Energieeffizienz als Ergebnis konsequenter Systementwicklung

Bereits früh in der Entwicklung des neuen UFS wurde klar, dass es nicht nur um Wickelqualität, Prozessstabilität und Folieneinsparung geht – sondern auch um den Energiehaushalt des gesamten Systems.

Der UFS wurde von Beginn an als geschlossenes, hochpräzise abgestimmtes Energiesystem entwickelt.
Kern dieses Ansatzes ist der Einsatz hocheffizienter Synchron-Servomotoren, die innerhalb des Wickelprozesses nicht nur für maximale Regelgenauigkeit sorgen, sondern auch eine besonders verlustarme Energienutzung ermöglichen.

Durch diese Systemarchitektur entstehen Effekte, bei denen Energie nicht ungenutzt verloren geht, sondern innerhalb des UFS gezielt weiterverwendet wird.
Im realen Betrieb zeigte sich, dass diese Effizienz ein Niveau erreicht, das wir so nicht erwartet hatten.

Intern sprechen wir deshalb bewusst augenzwinkernd von einem „Beinahe-Perpetuum-Mobile“ – nicht als physikalisches Versprechen, sondern als Ausdruck dafür, wie nah ein System an den idealen Wirkungsgrad herankommen kann, wenn es nicht aus Einzelkomponenten besteht, sondern als Gesamtsystem gedacht wird.

Das Ergebnis:

  • außergewöhnlich niedriger Energiebedarf pro Wickelprozess
  • minimale Verluste auch bei hohen Geschwindigkeiten
  • ruhiger, kühler und langlebiger Betrieb

Diese Effizienz ist kein Zufallsprodukt.
Sie ist das direkte Resultat unserer Entwicklungsphilosophie:
Probleme an der Ursache lösen – nicht Symptome kompensieren.

5. Was das über unsere Denkweise sagt

Diese beiden Errungenschaften – die funktionale Entkopplung und Konstanz von Anlegespannung und Vorreckung und die außergewöhnliche Energieeffizienz – sind keine Zufallsprodukte.

Sie sind das Ergebnis einer klaren Haltung:

  • zukunftsorientiert denken
  • Nachhaltigkeit durch Effizienz erreichen
  • Return on Investment durch stabile Prozesse sichern
  • Technik nicht komplizierter machen, sondern richtiger

Für uns ist der neue Folienschlitten UFS kein einzelnes Feature, sondern ein Beispiel dafür, wie wir Verpackungstechnik verstehen und weiterentwickeln.

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