Klimawandel erfordert Anpassungsmaßnahmen
Extreme Hitze entwickelt sich zunehmend zu einer der größten Herausforderungen für Europas Städte. Das 2024 veröffentlichte European Climate Risk Assessment (EUCRA) der Europäischen Umweltagentur warnt davor, dass Hitzewellen, Dürren und andere Klimarisiken künftig deutlich häufiger auftreten und teilweise kritische Ausmaße erreichen könnten. Besonders betroffen sind dicht bebaute Ballungsräume, in denen sich Wärme durch versiegelte Flächen und Gebäude zusätzlich staut.
Für die Baubranche eröffnet dies langfristig einen bedeutenden Zukunftsmarkt. Gefragt sind unter anderem moderne Begrünungskonzepte, entsiegelte Flächen, klimaresistente Gebäude, neue Beschattungssysteme sowie eine intelligente Stadtplanung. Auch Investitionen in Wasser- und Schwammstadt-Konzepte sowie die Modernisierung von Verkehrs- und Versorgungsinfrastruktur dürften an Bedeutung gewinnen.
Die EUCRA macht deutlich, dass Europa seine Anpassungsmaßnahmen deutlich beschleunigen muss. Bau- und Infrastrukturunternehmen könnten daher eine Schlüsselrolle dabei spielen, Städte widerstandsfähiger gegen zunehmende Hitzebelastungen zu machen.
Drei Lösungsansätze aus dem Hause PORR
Die österreichische PORR Group (ISIN: AT0000609607) kann durch diverse Maßnahmen dabei helfen, Hitzewellen in Städten erträglicher zu machen und dadurch deren negative Folgen für Gesundheit, Lebensqualität und Energieverbrauch zu lindern.
Dabei verfolgt das Bauunternehmen einen mehrgleisigen Ansatz. Ein zentrales Instrument ist die thermische Sanierung von Bestandsgebäuden. Statt alte Gebäude abzureißen und neu zu bauen, lässt sich durch gezielte Dämmmaßnahmen und modernisierte Gebäudetechnik der Energieverbrauch deutlich senken – und gleichzeitig das Raumklima im Sommer verbessern. Ein vielbeachtetes Beispiel lieferte die PORR mit der Revitalisierung des Wohnhauses in der Rummelhardtgasse 2 in Wien, die 2024 abgeschlossen wurde. Das Projekt umfasste unter anderem eine umfassende thermische Wohnhaussanierung und wurde gleich zweifach zertifiziert: von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) als erstes Revitalisierungsprojekt dieser Art sowie von der Österreichischen Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) als Vorzeigeprojekt für nachhaltige Sanierung.
Ein weiteres Feld, das die PORR konsequent ausbaut, ist die Geothermie. Erdwärmeanlagen nutzen den Baugrund als natürlichen Energielieferanten und Speicher, um Gebäude zu heizen und – besonders relevant im Kontext steigender Sommertemperaturen – zu kühlen. Die PORR errichtet solche Anlagen seit über zehn Jahren und verzeichnet in diesem Geschäftsbereich ein jährliches Wachstum von 20 bis 30 Prozent. Allein 2024 wurden an rund 200 Standorten mehr als 1.200 Tiefensonden mit einer Spitzenleistung von rund 9 Megawatt und etwa 15.000 Megawattstunden Heiz- und Kühlenergie errichtet. Zu den Vorzeigeprojekten zählen das AUVA Rehazentrum Wien Meidling mit 300 Sonden sowie das LeopoldQuartier Wien mit knapp 200 Sonden.
Renaturierung und Begrünung
Wirkungsvoll ist auch ein dritter Ansatz: die Renaturierung sowie die Begrünung von Flächen und Gebäuden. Versiegelte Böden und unbegrünte Dachflächen speichern Wärme und heizen innerstädtische Bereiche zusätzlich auf. Begrünte Flächen kühlen hingegen durch Verdunstung, verbessern das Mikroklima und binden Schadstoffe aus der Luft. Dass die PORR dieses Thema nicht erst seit kurzem auf dem Radar hat, zeigen zwei Projekte aus dem Jahr 2019.
Beim Bildungscampus Berresgasse in Wien, einem PPP-Projekt, das die PORR finanzierte, plante, errichtete und seitdem betreibt, wurde die Dreifachturnhalle konsequent mit einem begrünten Warmdach ausgestattet. Damit leistet das Projekt einen Beitrag zur Reduktion der Wärmestrahlung im dicht bebauten Stadtteil Donaustadt. Im selben Jahr realisierte die PORR im polnischen Polana Jakuszycka ein multifunktionales Sportzentrum, dessen Dächer ebenfalls vollständig begrünt wurden. Die Ergebnisse sind konkret messbar: Rund 50 Prozent des anfallenden Regenwassers werden zurückgehalten, die Pflanzen absorbieren bis zu 20 Prozent der Schadstoffe aus der Luft und erhöhen den Sauerstoffgehalt sowie die Luftfeuchtigkeit.
Außerdem nennt die PORR Renaturierung und Flächenbegrünung im aktuellen Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht 2025 ausdrücklich als strategische Wachstumschance im Bereich Klimaanpassung. Hitzeanpassung im Städtebau ist keine Zukunftsaufgabe – sie ist eine dringende Gegenwartsaufgabe. Was die Beispiele der PORR zeigen: Ob Sanierung, Geothermie oder Flächenbegrünung – die Lösungen existieren bereits, sie werden gebaut und umgesetzt. Das ist für Städte und ihre Bewohner letztlich die entscheidende Botschaft.
Links:
https://www.eea.europa.eu/en/analysis/publications/european-climate-risk-assessment
https://www.porr-group.com/investor-relations/reporting/geschaeftsberichte
https://www.pde-porr.com/de/projekte-der-pde-integrale-planung/berresgasse
https://www.youtube.com/watch?v=oUY43eoWOj4 (Video)
https://worldofporr.com/de/storys/es-lebe-der-sport/
Möchten Sie regelmäßig zur Porr AG oder zu Nebenwerten informiert werden? Dann lassen Sie sich auf unseren Verteiler eintrage. Einfach eine E-Mail an Eva Reuter e.reuter@dr-reuter.eu mit dem Stichwort „Nebenwerte“ und/oder “PORR”.
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PORR
ISIN: AT0000609607
WKN: 850185
Links
https://www.europarl.europa.eu/RegData/etudes/STUD/2025/759352/CASP_STU(2025)759352_EN.pdf
PORR Living – Leistbares Wohnen mit System (Video)
Bezahlbar und nachhaltig bauen mit vorgefertigten Mauerwerksmodulen – PORR Deutschland
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