„Mit dem Re-Design der Innokeg Contikeg und Combikeg zeigen wir eindrücklich, dass KHS im Keg-Geschäft technologisch stark aufgestellt ist und seinen Kunden weltweit einmal mehr leistungsfähige und zukunftssichere Anlagen bietet“, sagt Tobias Wetzel, KHS-Geschäftsführer Sales and Service. Mit der Weiterentwicklung habe KHS ein klares Ziel verfolgt, wie Wetzel betont: „Wir haben unsere vielfach im Markt bewährte und für ihre Langlebigkeit geschätzte Keg-Technologie in eine neue Generation überführt. Sie erfüllt die hohen Anforderungen des Marktes und die Erwartungen unserer Kunden hinsichtlich Hygiene, Sicherheit und Ergonomie umfänglich. Wir haben damit die Voraussetzungen für maximale Anlagenverfügbarkeit, hohe Produktionssicherheit und nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit geschaffen.“ Besonders in südamerikanischen und asiatischen Märkten sehe man hohe Wachstumspotenziale.
Präzise Prozessführung für mehr Produktschonung
Ausgelegt auf Effizienz, Flexibilität und Wirtschaftlichkeit reinigt und füllt die Innokeg Contikeg im kontinuierlichen Karusselprinzip vollautomatisch bis zu 1.200 Kegs pro Stunde. Dabei ermöglicht ihre durchdachte Konstruktion einen durchgängigen Prozessablauf: Die Fässer durchlaufen sämtliche Produktionsschritte innerhalb der Maschine im Rundlauf, ohne zwischenzeitlich abgekoppelt zu werden. Das sorgt für hohe Leistung und Prozessstabilität. Mit der Verarbeitung von Gebindegrößen zwischen fünf und rund 58 Litern eignet sie sich für ein breites Produktspektrum – von Whiskey-Soda, Bier, Biermischgetränke und Wein über Wasser und Softdrinks bis hin zu Säften.
Für eine besonders ressourcen- und produktschonende Abfüllung setzt KHS auf sein wegweisendes Füllsystem Direct Flow Control (DFC). Anders als marktübliche Verfahren, die die Füllgeschwindigkeit über erhöhten CO₂-Druck im Behälter regulieren, steuert das System die Durchflussgeschwindigkeit präzise über das DFC-Ventil. Das reduziert den CO₂-Einsatz um bis zu 40 Prozent und sorgt gleichzeitig für eine kontrollierte, schaumfreie Füllung.
Modernisierung mit Fokus auf bewährte Stärken
Zur weiteren Effizienzsteigerung trägt ein sich ebenfalls bewährter und integrierter Zentralverteiler bei, wie Stefan Schuhriemen, Leiter des Product Centers Keg Technology bei KHS, weiß: „Dieser steuert die Medienführung zentral und reduziert so die Anzahl einzelner Ventilschaltungen im Kernprozess. Das verringert die Anlagenkomplexität, minimiert den Verschleiß und erhöht zugleich die Prozessstabilität.“
Grundlegend weiterentwickelt hat KHS die Medienversorgung seiner neuen Lösung. Die bisherige L-förmige Medienübergabe wurde durch einen neuen Ventilknoten ersetzt, der bereits im Fülltechnikportfolio von KHS Anwendung findet. Dank des standardisierten, segmentübergreifenden Einsatzes werden Bedienung und Wartung erleichtert sowie die weltweit verfügbare Ersatzteilversorgung verbessert.
Effiziente Bedienung und hohe Anlagenverfügbarkeit
Die Innokeg Contikeg zeichnet sich durch eine intuitive Anlagenbedienung aus. Bediener steuern die vollautomatische Hochleistungsmaschine über das bewährte KHS-Bedienpanel ClearLine HMI. Es lokalisiert Störungen exakt und vereinfacht dadurch die Fehlerbehebung. Die Anlagenverfügbarkeit steigt folglich. Das neue Meldesystem zahlt ebenfalls auf die hohe Maschinenverfügbarkeit ein: Tritt an einem der Füllköpfe eine Störmeldung auf, schaltet die Maschine ausschließlich nur diesen vollautomatisch ab. Die Abfüllung läuft ununterbrochen weiter. Bei Linearmaschinen kann der Ausfall einer Station dagegen die gesamte Prozesskette stoppen. Dasselbe Ziel verfolgt KHS mit seiner neuen IO-Link-Technik, die die Diagnose und Wartung erheblich vereinfacht. Fällt ein Sensor aus, lokalisiert das System die Störung präzise. Nach dem manuellen Austausch werden die Parameter automatisch auf den neuen Sensor übertragen, sodass die Maschine schnell wieder produktionsbereit ist.
Hygienisches Anlagendesign für sensible Getränke
Die konsequente Weiterentwicklung zeigt sich bei der Innokeg Contikeg des Weiteren im hygienischen Design. Dafür setzt KHS auf sein bewährtes Reinigungskonzept: Der hydromechanische Reinigungsprozess nutzt eine pulsierende Spritzung mit bis zu drei verschiedenen chemischen Reinigungsmedien. Besonders bei der Reinigung kritischer Keg-Innenbereiche wie Fitting und Federpakete spielt die Einweichfunktion ihre Stärken aus. „Im Rahmen des Re-Designs haben wir Hygieneaspekte konsequent berücksichtigt. Wir haben unter anderem durch die Integration des neuen Ventilknotens Verkabelungen vereinfacht und so mögliche Gefahren im Bereich Hygiene beseitigt. Besonders bei sensiblen Getränken wie alkoholfreien und 0,0-Bieren ist ein hygienegerechtes Anlagendesign entscheidend, da hier sehr hohe Anforderungen an die mikrobiologische Sicherheit bestehen“, führt Schuhriemen aus.
Aktuelle Anforderungen an Anlagen- und Cybersicherheit erfüllt
Abgerundet wird das Optimierungspaket der Innokeg Contikeg durch ein grundlegend modernisiertes Sicherheitskonzept. Mit einer Vielzahl konstruktiver Anpassungen – von optimierten Sicherheitsschaltern an den Türen über eine verbesserte CO2-Absaugung bis hin zu neuen Schutzeinhausungen – trägt KHS den aktuellen Anforderungen an Maschinen- und Bedienersicherheit einmal mehr Rechnung.
Die Überarbeitung erfüllt die aktuelle und für alle Maschinen relevante Norm DIN EN 415-2:2025 und berücksichtigt bereits heute die Anforderungen der ab Januar 2027 verbindlich anzuwendenden EU-Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 sowie des EU Cyber Resilience Act. „Als Maschinen- und Anlagenbauer sind wir verpflichtet, die Konformität unserer Produkte mit geltenden EU-Standards und -Verordnungen nachzuweisen. Dies bildet die Grundlage für die CE-Kennzeichnung und den Warenzugang auf dem europäischen Markt“, erklärt Schuhriemen.
Für die Vergabe der CE-Kennzeichnung gewinnt die Cybersicherheit zunehmend an Bedeutung. Hersteller sind künftig gefordert, den Schutz ihrer Produkte vor digitalen Angriffen nachzuweisen. Die regulatorische Grundlage bilden der EU Cyber Resilience Act sowie die Radio Equipment Directive mit ihren Anforderungen an die IT- und OT-Sicherheit.
Auch die containerfähige Plug-and-Produce-Maschine Innokeg Combikeg basiert auf neuester Technologie. Im Unterschied zum großen Bruder vereint sie die gesamte Linie in einer kompakten Maschine und deckt ein kleineres Leistungsspektrum ab. Dadurch bietet sie Kunden eine besonders platzsparende, schnell integrierbare Lösung, die bereits heute die Anforderungen der künftigen EU-Maschinenverordnung sowie des EU Cyber Resilience Act berücksichtigt.
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Die KHS Gruppe ist einer der weltweit führenden Hersteller von Abfüll- und Verpa-ckungsanlagen in den Bereichen Getränke und Liquid Food. Zur Unternehmens-gruppe zählen neben der Muttergesellschaft (KHS GmbH) diverse ausländische Tochtergesellschaften mit Produktionsstandorten in Ahmedabad (Indien), Waukesha (USA), Zinacantepec (Mexiko), São Paulo (Brasilien) und Kunshan (China). Hinzu kommen zahlreiche internationale Verkaufs- und Servicebüros. Am Stammsitz in Dortmund sowie in ihren weiteren Werken in Bad Kreuznach, Kleve, Worms und Hamburg stellt die KHS moderne Abfüll- und Verpackungsanlagen für den Hochleis-tungsbereich her. Die KHS Gruppe ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der im SDAX notierten Salzgitter AG. 2025 realisierte die Gruppe mit 5.769 Mitarbeiten-den einen Umsatz von rund 1,649 Milliarden Euro.
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