Viele Produktionsmaschinen arbeiten seit Jahrzehnten zuverlässig, liefern aber kaum digitale Betriebsdaten. Ihre Nachrüstung gilt häufig als aufwendig und teuer. Dabei kann bereits vorhandene Technik helfen, Stillstände sichtbar zu machen und Kosten zu reduzieren.

Wenn die Maschine funktioniert, aber keine Daten liefert

Eine Maschine produziert seit 20 Jahren zuverlässig. Sie erfüllt ihren Zweck, wird gewartet und repariert. Doch wie lange produziert sie tatsächlich? Und wie viel Zeit verliert sie durch Stillstände?

Gerade in gewachsenen Maschinenparks fehlen häufig digitale Schnittstellen, um solche Informationen automatisch zu erfassen.

Dabei entstehen Produktionsverluste nicht nur durch technische Defekte. Fehlendes Material, verspätete Freigaben, Rüstvorgänge oder organisatorische Wartezeiten können ebenfalls wertvolle Kapazitäten binden.

Die Nachrüstung mit zusätzlicher Sensorik, Verkabelung und Maschinenanbindung ist jedoch häufig kostspielig. Besonders bei älteren Anlagen unterschiedlicher Hersteller.

Die entscheidende Frage lautet deshalb: Wie viel Technik braucht es tatsächlich, um diese Verluste sichtbar zu machen?

Vorhandene Technik neu nutzen

Moderne Smartphones verfügen bereits über Sensoren, Kameras, Rechenleistung und Kommunikationsschnittstellen. Mit geeigneter Software lassen sich diese Komponenten auch zur Erfassung von Maschinenzuständen nutzen.

Diesen Ansatz verfolgt die SINFOSY digital GmbH mit SILVA light.

Ein Smartphone wird an einer bestehenden Maschine befestigt. Die Anwendung erfasst unter anderem Bewegungs- und Vibrationsdaten und ermöglicht daraus Rückschlüsse auf Laufzeiten und Stillstände.

Bei geeigneten Maschinen dauert die Einrichtung nur wenige Minuten. Zusätzliche Verkabelung oder ein Eingriff in die Maschinensteuerung sind für diese Art der Datenerfassung nicht erforderlich.

Damit lässt sich auch ältere Produktionstechnik digital erfassen, ohne umfangreiche Umbauten vorzunehmen.

Was bringt das wirtschaftlich?

Entscheidend ist nicht, wie viele Daten eine Maschine liefert, sondern welche Verbesserungen daraus entstehen.

Ein vereinfachtes Rechenbeispiel für eine Maschine innerhalb eines Jahres:

Angenommen, durch Stillstände und damit verbundene Verluste entstehen jährlich Kosten von 12.000 Euro.

Werden die Ursachen sichtbar und können durch gezielte Maßnahmen reduziert werden, sinken diese Kosten im Modell auf 8.000 Euro.

Das entspricht einer jährlichen Einsparung von 4.000 Euro.

Für SILVA light fallen im zugrunde gelegten Angebotsmodell 75 Euro monatlich an, einschließlich Hardware, Software, Cloud und Support. Das sind 900 Euro pro Jahr.

Die Rechnung:

Position pro Maschine und Jahr,

BetragBisherige Verluste 12.000 €.

Verluste nach Verbesserungen 8.000 €.

Mögliche Einsparung 4.000 €.

Kosten der Datenerfassung 900 €.

Rechnerischer Vorteil3.100 €

Und jetzt die Frage: Wie viele Maschinen stehen in Ihrem Betrieb, bei denen vergleichbare Verluste entstehen?

Die Rechnung ist ein Modellbeispiel, kein garantierter Kundenerfolg. Nicht jede Maschine verursacht dieselben Verluste, und nicht jeder Stillstand lässt sich vermeiden. Zusätzliche interne Aufwände sind nicht berücksichtigt.

Sie zeigt jedoch, welche wirtschaftliche Bedeutung bereits kleinere Verbesserungen haben können – insbesondere dann, wenn sie sich auf mehrere Maschinen übertragen lassen.

Fazit: Entscheidend ist der Nutzen

Nicht jede funktionierende Maschine benötigt eine aufwendige Nachrüstung, um wertvolle Betriebsdaten zu liefern.

Gerade bei begrenzten Investitionsbudgets lohnt sich die Frage, welche vorhandenen Technologien für neue Aufgaben eingesetzt werden können.

Denn wirtschaftliche Digitalisierung beginnt nicht mit möglichst viel Technik, sondern damit, vorhandene Verluste zu erkennen und gezielt zu reduzieren.

Über die SINFOSY digital GmbH

Die SINFOSY digital GmbH entwickelt digitale Lösungen für intelligente Fertigung und Logistik. Das Portfolio umfasst die Lokalisierung von Gütern, die Erfassung und Auswertung von Maschinendaten sowie die digitale Kommunikation in Unternehmen. Die Lösungen machen Abläufe transparent und unterstützen Unternehmen dabei, Suchzeiten zu reduzieren, Maschinenzustände zu überwachen und Informationen gezielt bereitzustellen. Mit ihrem „System as a Service“-Ansatz verbindet SINFOSY aufeinander abgestimmte Hardware, Software und Service in einem monatlichen Nutzungsmodell. Ziel ist es, Unternehmen jeder Größenordnung einen einfachen und wirtschaftlichen Einstieg in die Digitalisierung ihrer Produktions- und Logistikprozesse zu ermöglichen.

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