Unter dem Motto „Medizin der Zukunft“ begann am Montagabend die 22. Schweriner Wissenschaftswoche. Im Rahmen der Veranstaltung wurde der Innovationspreis 2026 verliehen. Der von den Stadtwerken Schwerin gestiftete Preis würdigt herausragende Abschlussarbeiten und innovative Ideen des wissenschaftlichen Nachwuchses. Alle vier ausgezeichneten Abschlussarbeiten wurden an den jeweiligen Hochschulen mit der Bestnote 1,0 bewertet.

Jessica Albrecht und Lukas Burmeister von der Hochschule Wismar sowie Yevhenii Venzheha von der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit in Schwerin und Lara Traupe von der Berufsakademie Nord überzeugten mit ihren Arbeiten. Jessica Albrecht beschäftigte sich in ihrer Bachelorarbeit mit der Metolachlor-Belastung und möglichen Standorten für eine Grundwassermessstelle in Pinnow. Ihre Thesis entstand in Zusammenarbeit mit der Stadtwerke-Tochter WAG, der Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsgesellschaft Schwerin, und trägt zur langfristigen Sicherung der hohen Schweriner Trinkwasserqualität bei. „Die Zusammenarbeit mit der WAG hat mir so gut gefallen, dass ich nach meiner Bachelorarbeit als Werkstudentin geblieben bin. So lerne ich das Unternehmen noch besser kennen und kann neben dem Studium wertvolle Praxiserfahrung sammeln“, sagt die Studentin. In Kürze beginnt sie ihre Masterarbeit, ebenfalls in Kooperation mit dem Unternehmen.

Lukas Burmeister untersuchte DoE-gestützte Modellbildungsansätze für einen Brennstoffzellen-Stack und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Optimierung verbundener Brennstoffzellen. Yevhenii Venzheha widmete sich einem Rechtsvergleich zur arbeitgeberseitigen Kündigung von Arbeitsverhältnissen im ukrainischen und deutschen Arbeitsrecht unter besonderer Berücksichtigung der ILO-Standards. Lara Traupe entwickelte im Studiengang Kommunikationsdesign visuelle Gestaltungsmöglichkeiten, um den emotionalen und kommunikativen Austausch zwischen Angehörigen und Menschen mit Demenz zu stärken. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stand ein selbst illustriertes Bilderbuch. Es soll generationsübergreifende Begegnungen fördern, indem es Gesprächsanlässe zum gemeinsamen Erinnern und Erzählen schafft.

„Als regionales Unternehmen wissen wir, wie wichtig gut ausgebildete und engagierte junge Menschen als Fach- und Führungskräfte für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandortes sind. Mit dem Innovationspreis möchten wir herausragende wissenschaftliche Leistungen würdigen und das Potenzial des wissenschaftlichen Nachwuchses sichtbar machen. Von der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Unternehmen profitieren beide Seiten: Studierende sammeln praktische Erfahrungen, Unternehmen gewinnen neue Impulse und Ideen. Deshalb unterstützen wir die Schweriner Wissenschaftswoche und den Innovationspreis bereits seit 2012“, sagt Hanno Nispel, Geschäftsführer der Stadtwerke Schwerin.

Die Innovationspreise überreichten Oberbürgermeister Sebastian Ehlers, Hanno Nispel, Geschäftsführer der Stadtwerke Schwerin, Eike Sven Fischer, Vorsitzender des Vereins der Förderer von Hochschulen in Schwerin, und IHK-Präsident Matthias Belke. Die Laudatio hielt Prof. Dr. Thomas Freiling von der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit. Im Anschluss an die Preisverleihung eröffnete Prof. Dr. Dr. Rainer Petzina, Rektor der MSH Medical School Hamburg, die Wissenschaftswoche mit einem Vortrag zur Medizin der Zukunft am Standort Schwerin.

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