Delegationen aus 53 Ländern kamen vor wenigen Wochen zur Ammunition Capability Demonstration 2019 (ACD2019) in das Schießerprobungszentrum Overberg bei Arniston in Südafrika. Im Rahmen der weltweit größten Live-Schießvorführungen wurde ein breites Spektrum an Waffen und Munition gezeigt. Ein Teilnehmer zog dabei besondere Aufmerksamkeit der Teilnehmer auf sich: das neue, bewaffnungsfähige unbemannte Fahrzeug (Unmanned Ground Vehicle/UGV) Rheinmetall Mission Master-Protection.

Bewaffnet mit der Rheinmetall Fieldranger Multi Waffenstation mit 70-mm-Raketenwerfern von Thales feuerte der neu entwickelte Rheinmetall Mission Master – Protection eine Salve von 14 Raketen ab. Dabei brachte er 60 kg Sprengstoff in 1,6 Sekunden auf den Weg Richtung Ziel – eine Leistung, die gerade im Landstreitkräftebereich besonders bemerkenswert erscheint. „Wir sind wahrscheinlich die ersten, die ein Luft-Boden-System in einer Boden-Boden-Rolle einsetzen. Definitiv sind wir aber die ersten, die es von einem UGV aus tun“, so Alain Tremblay, Vizepräsident für Geschäftsentwicklung bei Rheinmetall Canada.

Nach einem Monat Tests und Schießversuchen in Südafrika mit der neuen Nutzlast des Mission Master-Protection konnte Rheinmetall bei der Demo ein perfekt konfiguriertes und stabilisiertes Waffensystem einsetzen. Möglich wurde diese Leistung auch durch die Einbindung eines wichtigen Partners. „Thales zeigte ein sehr hohes Maß an Professionalität. Unsere technische Zusammenarbeit hat uns geholfen, einen großen Schritt nach vorne zu machen“, so Tremblay. Nach Abschluss des Qualifikationsprozesses erfüllt die Kombination aus Fieldranger Multi und 70mm-Raketenwerfer die militärischen Standards und ist nun bereit für den Einbau in andere Plattformen und gepanzerte Fahrzeuge. Der Mission Master-Protection kann auch mit 50mm-Waffensystemen, 12,7mm-Maschinengewehren und 40mm- Granatwerfern ausgestattet werden.


Die Besonderheit der Demonstration des Mission Master-Protection auf dem Overberg-Testgelände war, dass ein ferngesteuerter Waffenträger in einem vollständig digitalisierten Szenario arbeitete – womöglich erstmals weltweit. Dabei erfolgte die Feuerleitung über das Soldatensystem Rheinmetall Argus. Rheinmetall und Thales betonten beide die Notwendigkeit einer Man-in-the-Loop-Konfiguration, d.h. der Bediener hat die volle Kontrolle über das Waffensystem – von der Zielerfassung bis zur endgültigen Feuererlaubnis.

Ein wachsender Trend zu bewaffnungsfähigen UGVs

So wie bewaffnete unbemannte Flugsysteme (Unmanned Aerial Systems/UAS) revolutionäre Auswirkungen auf die Luftkriegführung haben, deuten alle Anzeichen darauf hin, dass die Zahl der bewaffneten UGVs im Bereich der Landstreitkräfte weiterhin schnell wachsen wird. Weltweit erfolgen Feldversuche, darunter der Einsatz des russischen Kampf-UGVs URAN-9 im Mai 2018 in Syrien. Dabei haben zahlreiche Nationen das Potenzial bewaffnungsfähiger UGVs erkannt.

Wie auf der ACD2019 mit dem Mission Master-Protection gezeigt, eröffnet ein bewaffnungsfähiges UGV eine Vielzahl neuer Möglichkeiten. Während das Risiko für befreundete Streitkräfte minimiert wird, erhöht es die Kampfkraft abgesessen kämpfender Truppen erheblich, indem es Feuerunterstützung leisten kann. Es kann auch autonom militärische Aufgaben mit hohem Risiko auf den heutigen komplexen Gefechtsfeldern durchführen.

Eine vielseitige und agile Plattform für Multimissionsprofile.

Aufbauend auf einer robusten Basisplattform unterstützt der Mission Master die Truppen bei gefährlichen Einsätzen, auch in schwierigem Gelände und bei widrigen Wetterbedingungen. Mit einer Vielzahl von modularen, einfach zu installierenden Missionsaustattungen bietet der Mission Master nicht nur Schutz auf dem Gefechtsfeld, sondern kann auch eine Vielzahl anderer Aufgaben übernehmen, darunter logistischer Transport, Überwachung, Rettung, Brandbekämpfung, CBRN-Erkennung sowie die Funktion als Funk-Relaisstation.

Eine dieser neuen Missionsausstattungen wurde auf der ACD2019 ebenso gezeigt und stieß bei den rund 800 Besuchern auf hohes Interesse. Rheinmetall stellte mit dem Mission Master-Rescue eine neue Variante vor, die es ermöglicht, Verwundete über weite Strecken autonom zu evakuieren. Ausgestattet mit zwei Korbtragen mit Schiensystemen verfügt der Rettungs-UGV des Weiteren über Kopf- und Fußfixierungen, Beatmungsgeräte, einen Defibrillator und einen Thermobehälter – eine Ausstattung, die von einem Sanitäter zu Fuß nicht zu tragen wäre.

Das Rheinmetall-Team wird auch im Jahr 2019 den Mission Master weiter entwickeln. Feldversuche mit dem neuen System werden das ganze Jahr über in Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien und den USA erfolgen.

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