CERN ist eine große multidisziplinäre Organisation, die für den Bau und Betrieb ihrer Beschleuniger, Detektoren und Rechenanlagen ein breites Spektrum an Gütern und Dienstleistungen benötigt. Beschaffungsverträge mit dem CERN führen oft zur Entwicklung modernster Lösungen und fordern Unternehmen heraus, neue Technologien zu entwickeln und zu liefern.

Als der LHC ursprünglich zugelassen wurde, stellte die ohnehin schon beispiellose Leuchtkraft des Beschleunigers eine gewaltige Herausforderung dar. Dank der Silizium-Sensoren und Lawinen-Photodioden-Technologien von Hamamatsu Photonics konnten diese erfolgreich gemeistert werden, und die Entdeckung des Higgs-Bosons gilt als Kernstück der Wissenschaft des 21. Jahrhunderts und schließt ein großes Kapitel in der Geschichte der Grundlagenphysik ab.

Das Projekt High Luminosity LHC (HL-LHC) hebt diese Herausforderungen auf ein neues Niveau und sowohl die ATLAS- als auch die CMS-Experimente haben ehrgeizige neue Projekte entwickelt, um das wissenschaftliche Potenzial des verbesserten LHC voll auszuschöpfen. HL-LHC wird den Weg für das nächste Kapitel in diesem Bereich ebnen, dessen Kern die detaillierte Erforschung der Higgs Boson sein wird.


Das Upgrade der ATLAS- und CMS-Tracker wird die Leistung der bestehenden Installationen weit übertreffen. Das CMS High Granularity Calorimeter (HGCAL) wird auch der erste großflächige Einsatz eines hochgranularen Kalorimeters in einem Collider-Experiment sein.

Am 23. August 2019 unterzeichneten CERN und Hamamatsu Photonics eine Reihe von drei Verträgen über die Lieferung von Silizium-Sensoren für die ATLAS- und CMS-Tracker sowie das CMS HGCAL. Die mit ATLAS und CMS aufgerüsteten Tracker erfordern die Produktion von rund 45’000 6-Zoll-Sensorwafern, fast doppelt so viel wie für die bestehenden Tracker. Für den HGCAL wurde eine 8-Zoll-Siliziumsensor-Produktionslinie implementiert, die fast 30’000 8-Zoll-Sensorwafer benötigt, was etwa 600m2 Silizium-Sensoren entspricht.

Anders Unnervik, Head of Procurement and Industrial Services am CERN, kommentierte diese Verträge wie folgt: "Diese Verträge sind für die nächste Phase des Kernforschungsprogramms des CERN, nämlich den HL-LHC, von wesentlicher Bedeutung, da sie die Lieferung hochwertiger Siliziumsensoren sicherstellen, die zu wichtigen Fortschritten für beide Experimente beitragen werden".

Koei Yamamoto, Senior Managing Director bei Hamamatsu Photonics, sagte: "Wir sind sehr geehrt und auch ein wenig stolz diese drei bedeutenden Verträge unterzeichnet zu haben, stolz darauf, für die Lieferung von Siliziumsensoren ausgewählt worden zu sein, stolz darauf, Teil dieser nächsten Epoche des Experiments in der Teilchenphysik zu sein, wo das Higgs-Boson bekannt ist – aber was wird als nächstes passieren? Wir sind auch dankbar. Vielen Dank an alle Wissenschaftler, die uns Jahr für Jahr vorangetrieben haben und experimentell zu höheren Leistungen geführt haben. Nicht zuletzt ist es diese sehr enge, auf Wissen, Vertrauen und Verständnis basierende Zusammenarbeit, die uns dazu veranlasst hat, die Verträge mit dem Vertrauen beider Parteien zu unterzeichnen. An das Vertrauen gebunden, übertrug CERN auch eine sehr hohe Verantwortung an die Solid State Division von Hamamatsu Photonics. Wir sind uns dessen sehr wohl bewusst und werden das Äußerste tun, um unseren Teil dazu beizutragen, dass dieses Vorhaben zu einem großen Erfolg und neuen Entdeckungen führt."

Über die Hamamatsu Photonics Deutschland GmbH

Hamamatsu Photonics ist einer der weltweit größten und führenden Hersteller von optoelektronischen Sensoren, Lichtquellen sowie optoelektronischen Komponenten und Systemen. Das Unternehmen wurde 1953 in der japanischen Stadt Hamamatsu City gegründet. Diese ist bis heute der Standort für Forschung und Produktion. Hamamatsu Photonics zählt heute zu den Innovationsführern in optoelektronischer Technologie.

In Deutschland beschäftigt das Unternehmen mehr als 100 Mitarbeiter. Die in Herrsching am Ammersee ansässige Hamamatsu Photonics Deutschland GmbH betreut den gesamten deutschsprachigen Raum – außer der Schweiz – sowie die Niederlande, Dänemark, Polen, Ungarn, Bulgarien, Rumänien, Griechenland, die Türkei, die Tschechische Republik, die Slowakei, Montenegro, Kroatien und Israel.

Hamamatsu Photonics entwickelt und produziert Komponenten und Systeme auf der gesamten Bandbreite lichtbasierter Technologien. Photomultiplier, Lasertechnik (Entfernungsmessung, Halbleiterlaser, Laserdioden), optoelektronische Halbleiter, Dioden und Bildsensoren von Hamamatsu werden nicht nur in der physikalischen Grundlagenforschung eingesetzt. Hamamatsu Photonics ist ebenso führender Hightech-Zulieferer für verschiedenste Industrien wie Analytik, Automobiltechnik, Sicherheitstechnik, zerstörungsfreie Material- und Produktprüfung, Medizintechnik und Elektronik. Komponenten des Unternehmens kommen sowohl in intelligenten Fahrassistenten moderner Autos als auch in der bildgebenden Diagnostik oder in Smartphones sowie Computern zum Einsatz. Im Bereich Systeme stellt Hamamatsu Photonics eine breite Palette von Bildverarbeitungssystemen her, die in der Halbleiterfertigung, Life Sciences oder der Prozesskontrolle ihre Anwendung finden.

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