Ein neues Monitoringsystem auf Basis des Internets der Dinge macht das Arbeiten in Produktionshallen grüner, gesünder und spart Geld. Die von E.ONs Digital Technology Team entwickelte Hard- und Software verarbeitet dazu eine Reihe von Daten wie Luftqualität und Raumtemperatur, um deren weitere Entwicklung präzise vorauszusagen. Für einen gesunden und sicheren Arbeitsplatz kalkuliert das System dann den besten Zeitpunkt für Dauer und Menge an Frischluftzufuhr. Das Europäische Patentamt hat jetzt hierzu das Patent veröffentlicht.

Herzstück des Systems ist ein Prozessormodul, das nur die Größe einer Kreditkarte hat. Es kombiniert Daten von vielen Sensoren mit Wettervorhersagen, nutzt Künstliche Intelligenz und Machine Learning, um die optimale Situation für den Arbeitsplatz zu bestimmen. Je Stunde werden etwa 10 Millionen Daten in- und außerhalb eines Industriebetriebs erhoben und berechnet.

Erfasst werden Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Bewegungen oder die Konzentration an Gasen und Schadstoffen wie CO2 oder Stickoxide. Aus den Daten kann Künstliche Intelligenz exakt ermitteln, welches Fenster zu welchem Zeitpunkt geöffnet werden sollte, um stets ein optimales Arbeitsklima zu sichern. Da eine Veränderung des Temperaturniveaus um nur ein Grad Celsius die Heizkosten um 12 Prozent beeinflusst, wird auch die optimale Dauer der Frischluftzufuhr so bestimmt, dass nicht zu viel Wärme und damit Energie verlorengeht.


Die Innovation bringt industrielle Ökosysteme auf den Stand der Technik, da große Mengen an Daten und Informationen für Gesundheit und Kostenreduzierung genutzt werden. Viele Industrieunternehmen verschiedener Branchen sind nicht in der Lage, diese Daten zu erfassen, da kaum Informationen vorliegen. Sie werden entweder gar nicht erhoben, sind von schlechter Qualität oder von verschiedenen Herstellern und damit inkompatibel, um auf einer Plattform zusammengeführt zu werden. Die E.ON-Lösung betrachtet erstmals alle Parameter und kann den Einbau oder Betrieb von Klimaanlagen optimieren und auch ersetzen.

„Diese Erfindung liefert ein gutes Beispiel, wie E.ON ihre Kunden dabei unterstützt, eine bessere Zukunft zu verwirklichen. Indem ein enormes Datenvolumen einfach verarbeitet werden kann, sparen Unternehmen Energie und verbessern gleichzeitig das Arbeitsumfeld. E.ON wird weitere digitale Lösungen und Geschäftsmodelle für Lebensqualität und Klimaschutz entwickeln,“ sagt Matthew Timms, Chief Digital & Technology Officer von E.ON.

E.ON wird den intelligenten Monitor zu Beginn des nächsten Jahres als Lizenzprodukt anbieten. Das Patent kann unter der Nummer EP3667633A1 beim Europäischen Patentamt eingesehen werden:

https://worldwide.espacenet.com/patent/search/family/
064664889/publication/EP3667633A1?q=EP3667633A1

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