Mit Vorträgen renommierter Wissenschaftler, zahlreichen 3D-Exponaten, Workshops und vielen Live-Elementen sind die Solution Days der Fraunhofer-Gesellschaft gestartet. Das Online-Event gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der angewandten Forschung und die Entwicklungen auf den Technologiemärkten. Noch bis 29. Oktober kann das virtuelle Event besucht werden.

200 Exponate, 50 Institute, 54 Stände und mehr als 60 Vorträge – mit einem großen Aufgebot sind die Fraunhofer Solution Days online gestartet. Die Besucherinnen und Besucher erhalten Einblick in aktuelle Lösungen, Innovationen und technologische Entwicklungen aus der angewandten Forschung in Deutschland. Besonderer Fokus liegt auf zukunftsweisenden Schlüsseltechnologien aus den vier Themenfeldern Gesundheit, Mobilität, Anlagen- und Maschinenbau sowie dem bedeutenden Feld der digitalen Wirtschaft.


Mit den Solution Days schließt Fraunhofer beim Austausch zwischen Forschung und Industrie eine Lücke, die zahlreiche Veranstaltungsausfälle im Jahr der Corona-Pandemie hinterlassen haben. Das Event setzt auf den Look & Feel einer realen Präsenzmesse – inklusive virtueller Exponate und zahlreicher Expertinnen und Experten, die direkt im Live-Chat erreichbar sind. Spannende Technologievorträge mit anschließenden Q&A-Sessions runden das tägliche Programmangebot ab.

Die Halbzeitbilanz

Fraunhofer-Präsident Prof. Reimund Neugebauer eröffnete die Fraunhofer Solution Days am Montag mit einer Keynote zum Thema technologische Souveränität. »Angesichts der besonderen Umstände dieses durch die Corona-Pandemie geprägten Jahres konnten wir unsere Ideen und Lösungen nicht oder nur begrenzt auf Präsenzveranstaltungen und Messen präsentieren. Nun bieten wir mit unseren digitalen Fraunhofer Solution Days Raum für die virtuelle Präsentation unserer Highlights aus der Fraunhofer-Forschung und -Entwicklung für alle Kunden, Partner und Interessenten«, bilanziert Prof. Neugebauer den erfolgreichen Start der Veranstaltung. »Denn nie war Innovation so wichtig wie heute. Ob Corona-Krise, Klimakrise oder Wirtschaftskrise: Wo immer eine Gesellschaft sich neu definiert und definieren muss, wird sie Veränderungen nur erfolgreich in Verbindung mit innovativer und werteorientierter Wertschöpfung verwirklichen können. Der Erfindergeist der Menschen ist ein echter, wertvoller Rohstoff. Und dieses Wissen ist der bedeutendste Rohstoff des Hightech-Lands Deutschland. Diese Gedanken, gebündelt unter den Motiven Präsentation, Inspiration und Vision, bilden auch das Leitmotiv der Fraunhofer Solution Days.«

Das Konzept der Veranstaltung ist gut aufgegangen. »Die Exponate, viele davon in anschaulicher 3D-Technik, und die virtuellen Stände der Institute und Einrichtungen sind durchweg sehr gut besucht«, erläutert Janis Eitner, Direktor Kommunikation bei Fraunhofer. »Über 1500 Besucher konnten wir bereits in den ersten zwei Tagen verzeichnen, über 3000 Registrierungen liegen insgesamt schon vor. Die Live-Chats und Q&A-Sessions nach den Vorträgen waren ebenfalls stets stark frequentiert. Es lässt sich zudem festhalten: Wer sich im Online-Portal eingeloggt hat, war auch aktiv. Die Besucherinnen und Besucher waren durchweg für eine ganze Anzahl verschiedener Programmpunkte und digitaler Standbesuche online.«

Teilnahme weiter möglich

Die Solution Days starten heute in die zweite Halbzeit. Beim Leitthema von Tag 3 dreht sich alles um das Thema Gesundheitswirtschaft. Im Eröffnungsvortrag schildert Prof. Carsten Claussen die vielfältige Arbeit des Fraunhofer-Verbunds Life Sciences. Vor dem Hintergrund der Pandemie stehen die Forschenden derzeit vor besonderen Herausforderungen. Dazu gehören beispielsweise die Entwicklung schneller und zuverlässiger Diagnosen und die verbesserte Therapie bei Infektionskrankheiten sowie die tiefgehende Analyse von Gesundheitsdaten – Fortschritte in der Medizin, die nicht nur COVID-19-Patienten zu Gute kommen.

Im Anschluss an die Keynote erwartet Sie eine Reihe spannender Fachvorträge. So berichtet Dr. Katja Uhlig über das Projekt »Organ-on-Chip«, das sich mit der Aufklärung der Wirkungseffizienz von Krebsmedikamenten beschäftigt. Dr. Nadine Nottrodt referiert über Laser-gestütztes Bioprinting, ein neues Verfahren im Bereich der Einzelzellselektion und des Gewebedrucks. Zum Thema »Was ist digitale Pathologie?« spricht Volker Bruns und wird dabei auch aktuelle Projekte vorstellen.

In ihrem Vortrag »EEG-Labor zum Mitnehmen« spricht Dr. Insa Wolf über eine Neuentwicklung, die es ermöglicht, die Gehirnaktivitäten auch außerhalb eines Labors zu messen. Dr. Michael Basler erläutert im Vortrag »Liquid Biopsy« einen Fortschritt in der Krebsforschung durch Isolierung einzelner Tumorzellen. Das multidisziplinäre Projekt »DRECOR« setzt den Fokus auf die Identifizierung von Wirkstoffen zur Behandlung von COVID-19. Darüber berichtet Dr. Aimo Kannt.

Nach jedem Vortrag haben Sie die Gelegenheit, Ihre Fragen direkt an die Referierenden zu stellen oder einen persönlichen Interviewtermin via Chat zu vereinbaren.

Am Donnerstag, 29. Oktober, bildet das Leitthema Mobilitätswirtschaft den Abschluss der Solution Days.

Im Eröffnungsvortrag berichtet Prof. Michael Lauster über den rapiden Wandel bei traditionellen Mobilitätskonzepten. Treiber sind einerseits die Energiewende und die Forderungen nach grüner Mobilität. Im Fokus stehen derzeit Fahrzeuge mit Elektro- oder Wasserstoffantrieb. Daneben sind es die Fortschritte in der Künstlichen Intelligenz, die eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung des selbstfahrenden Autos bilden. Prof. Lauster beschäftigt sich auch aber auch mit grundlegenden Fragen wie die nach der Zukunft des Individualverkehrs.

Die kostenlose Teilnahme an den Fraunhofer Solution Days ist weiterhin möglich. Hier geht es zur Registrierung: https://www.ubivent.com/…

Weitere Informationen zu den Solution Days 2020
https://www.fraunhofer.de/…

Über den Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V.

Die Fraunhofer-Gesellschaft mit Sitz in Deutschland ist die weltweit führende Organisation für anwendungsorientierte Forschung. Mit ihrer Fokussierung auf zukunftsrelevante Schlüsseltechnologien sowie auf die Verwertung der E rgebnisse in Wirtschaft und Industrie spielt sie eine zentrale Rolle im Innovationsprozess. Als Wegweiser und Impulsgeber für innovative Entwicklungen und wissenschaftliche Exzellenz wirkt sie mit an der Gestaltung unserer Gesellschaft und unserer Zukunft. Die 1949 gegründete Organisation betreibt in Deutschland derzeit 74 Institute und Forschungseinrichtungen. Rund 28 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, überwiegend mit natur- oder ingenieurwissenschaftlicher Ausbildung, erarbeiten das jährliche Forschungsvolumen von 2,8 Milliarden Euro. Davon fallen 2,3 Milliarden Euro auf den Leistungsbereich Vertragsforschung.

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