Dass die additive Fertigung heutzutage gut mit etablierten konventionellen Fertigungsverfahren mithalten kann, beweist der Gemeinschaftsstand „Leichtbau aus Baden-Württemberg“ in Halle 12.0. C.11 auf der diesjährigen Formnext. Fünf innovative Unternehmen aus Baden-Württemberg präsentieren auf der Leitmesse für Additive Manufacturing vom 16. bis 19. November 2021 in Frankfurt am Main zukunftsweisende Leichtbaulösungen, die die additive Fertigung weiter voranbringen.

Die additive Fertigung stellt einen wichtigen Pfeiler für die Zukunft des Leichtbaus dar. Am Gemeinschaftsstand „Leichtbau aus Baden-Württemberg“ präsentieren fünf verschiedene Aussteller der AM-Fachwelt eine wirtschaftliche Kombination aus 3D-Druck und Feinguss sowie wärmeleitende Filamente. Zudem zeigen sie auf eindrückliche Weise die derzeitigen Möglichkeiten des großvolumigen 3D-Drucks und beweisen, dass sich mithilfe passender Softwarelösungen Produktideen schnell, unkompliziert und vor allem ohne Risiken mithilfe der additiven Fertigung realisieren lassen. Die Leichtbau BW GmbH organisierte den Gemeinschaftsstand auf der Formnext in diesem Jahr in Kooperation mit Bremen und Hessen.

AM ohne Grenzen made in Baden-Württemberg
Die Schübel GmbH bietet mit dem AddCasting-Verfahren eine Möglichkeit, neben Kleinserien auch mittlere Losgrößen mit höchsten Anforderungen kostengünstig und schnell herzustellen. Die Kombination aus 3D-Druck im Formbau und traditionellem Feinguss stellt eine besonders wirtschaftlichere Alternative zum Metall-3D-Druck dar. Das prädestiniert insbesondere komplexe Geometrien, die im 3D-Druck nur schwer realisierbar, aber im Metalldruck zeitintensiv und teuer sind, für das Verfahren.

Die Güpo GmbH präsentiert auf der Formnext mit Güpotim wärmeleitfähige und elektrische isolierende Filamente, beispielsweise aus Polyamid oder Nylon, für Bauteile wie Kühlkörper oder Gehäuse für Elektrobauteile. Die Füllstoffe überzeugen in vielfältigen Einsatzgebieten mit Flexibilität, elektrischer Isolation und sind darüber hinaus sogar für den Lebensmittelkontakt zugelassen.

Mit dem granulatbasierten 3D-Druckverfahren der Q.big. 3D GmbH profitieren auch Hersteller großer Bauteile von der schnellen und effizienten Fertigung von Prototyen, Formen und End-Use-Parts. Das Start-up stellt am Gemeinschaftsstand ein rund 200 Kilogramm schweres Anwendungsprojekt aus, das eindrucksvoll das Bauvolumen ihres industriellen 3D-Druckers und des sogenannten Variable-Fused-Granulate-Fabrication-Verfahren belegt.

Sichere und unkomplizierte additive Fertigung dank neuester Software
Über das Online-Portal der Murtfeldt Additive Solutions GmbH können Kunden ihre CAD-Daten für den 3D-Druck mühelos hochladen, konfigurieren und mit nur einem Klick bestellen. Die additiv gefertigten Bauteile treffen innerhalb weniger Tage ein, was insbesondere im Tagesgeschäft eine zeitsparende Option sein dürfte.

Abgerundet wird der Gemeinschaftsstand „Leichtbau aus Baden-Württemberg“ mit dem ganzheitlichen Prüfverfahren InProcess der Carl Zeiss Industrielle Messtechnik GmbH speziell für die additive Fertigung. Die Software erfasst alle Merkmale des Pulverbettes. Defekte werden in Echtzeit während des Druckvorgangs erkannt und klassifiziert. So können Probleme behoben werden, bevor sie die Teilequalität beeinträchtigen – für einen lückenlosen Qualitätssicherungsprozess.

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