In den Wintermonaten läuft die Heizung in den eigenen vier Wänden oft auf Vollbetrieb. Die Informationskampagne des Bundes „Deutschland macht´s effizient“ rund um die Energiewende macht deutlich, dass brennstoffbetriebene Heizungen aufgrund ihres umweltschädlichen hohen Öl- oder Gasverbrauchs früher oder später ersetzt werden sollten. Zusätzlich erhebt der Staat seit Januar 2021 eine CO2-Steuer, die Besitzer von Heizungsanlagen mit hohen Emissionen empfindlich trifft – vor allem wird die Höhe dieser Besteuerung in den nächsten Jahren weiter steigen. Andreas Habermehl vom Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) stellt alternative Möglichkeiten vor: „Private Haushalte sollten auf zukunftssichere Heiztechnik umrüsten, die nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel schont. Hier bieten sich elektrische Heizsysteme an, wie Wärmepumpen, Speicherheizungen, Infrarot- oder Direktheizungen.“

Direktheizungen: Flexibel genutzter Strom für gezielten Bedarf

Je nach gewähltem Modell kann die Installation einer elektrischen Heizung mit wenig Aufwand und geringer Investition erfolgen, und Nutzer brauchen keine teuren Anlagen, spezielle Technikräume oder Abgassysteme. Beispielsweise lässt sich eine elektrische Infrarotheizung als Direktheizung einfach über die Steckdose in Betrieb nehmen. Nicht jede Variante eignet sich für den Dauerbetrieb, da einige Direktheizungssysteme sehr viel Strom verbrauchen. So empfiehlt die Initiative WÄRME+ diese nur dort einzusetzen, wo Wärme nicht durchgängig benötigt wird, wie in Übergangsräumen, Ferienwohnungen oder bei gezieltem Bedarf, wie zum Beispiel als Fußbodentemperierung in Bädern. „Wichtig ist, die benötigte Fläche und Leistung zu kennen, um eine elektrische Direktheizung optimal einzusetzen“, erklärt Habermehl vom ZVEH. „In Niedrigenergie- oder Passivhäusern kommen Infrarotheizungen sogar als Hauptheizung in Frage. Besonders nachhaltig arbeiten sie, wenn sie an eine Photovoltaikanlage und einen Stromspeicher gekoppelt sind. Hierfür sollten sich Interessierte an Spezialisten aus dem Elektrohandwerk wenden, die die Situation vor Ort beurteilen und eine passende Installation empfehlen können.“

Klimafreundlich und energieeffizient: Heiztechnik mit Zukunftsenergie Strom

Wer hauptsächlich mit Strom heizen möchte, dem werden häufig Wärmespeichersysteme oder die besonders stromsparende Wärmepumpenheizung empfohlen. Wärmespeichersysteme haben heute nicht mehr viel mit den früheren Speicher- oder Nachtspeicherheizungen zu tun, nur das Funktionsprinzip ist noch das gleiche: Elektrische Wärmespeicher wandeln Strom in Wärme um, speichern diese und geben sie bei Bedarf an die Wohnräume ab. Die elektrische Wärmepumpe nutzt kostenfreie Wärme aus der Umwelt, arbeitet hocheffizient, hält die Heizkosten niedrig und ist dank ihrer kompakten Bauweise beinahe überall einsetzbar. Drei Viertel der benötigten Energie bezieht sie als Wärmequelle je nach Modell aus Luft, Wasser oder dem Erdreich. Werden die restlichen 25 % der Antriebsenergie aus Öko-Strom gewonnen, arbeitet sie sogar CO2-neutral.

Darüber hinaus gibt es systemübergreifende Heizsysteme, die sich leicht an bestehende Heizanlagen anschließen lassen. Solarthermieanlagen erwärmen Brauchwasser und unterstützen in Kombination auch die Heizung, oder Mikro-Blochheizkraftwerke erzeugen gleichzeitig Wärme und Strom. Wer Wärme speichert und nach Bedarf verbraucht oder Strom selbst aus der eigenen Photovoltaikanlage oder einem Blockheizkraftwerk erzeugt und für elektrische Heizungen nutzt, ist bestens für die Zukunft aufgestellt – er heizt emissionsfrei, klimaneutral und kostensparend.

Smarte Aussichten: intelligente Regelungstechnik für die Elektroheizung nutzen

Der große Trend Digitalisierung spielt jetzt und in Zukunft beim Heizen eine große Rolle. Smart-Home-Lösungen, vernetzte Systeme und künstliche Intelligenz können maßgeblich Stromverbrauch und -kosten senken. Einige Speicherheizungen sind mit modernem Energiemanagement ausgestattet oder lassen sich nachrüsten. Diese Systeme erkennen über die Wetterdaten, wie viel Strom gespeichert werden muss, damit tagsüber ausreichend Heizenergie zur Verfügung steht. Daneben eröffnen intelligente Stromzähler (Smart Meter) auch die Möglichkeit, variable Tarife der Stromanbieter einzubeziehen und bei der Kostenoptimierung zu berücksichtigen. Wie bei allen Heizsystemen haben Verbraucher es auch beim Heizen mit Strom selbst in der Hand, wie teuer die Stromrechnung letztlich ausfällt. Durch intelligente Energienutzung lassen sich monatliche Abschläge deutlich senken. „Private Haushalte benötigen ein umfassendes Energiemanagement, das sowohl Energiebedarf als auch -angebot und die Kosten optimiert“, erklärt Andreas Habermehl vom ZVEH und ergänzt: „Wer mit dem Gedanken spielt, auf ein elektrisches Heizsystem umzusteigen, sollte sich vorab gut beraten lassen. So lassen sich trotz steigender Strompreise auch langfristig die Heizkosten niedrig halten.“

Neben der Auswahl des passenden Heizsystems gibt es eine Reihe von Faktoren, die Eigenheimbesitzer berücksichtigen sollten: beispielsweise die Beschaffenheit der vorhandenen Wärmedämmung des Gebäudes oder auch Zuschüsse durch verschiedene Förderprogramme. Bei der Planung einer neuen Heizungsanlage sollten sie sich von qualifizierten Fachbetrieben des E-Handwerks beraten lassen, zu finden über die Fachbetriebssuche www.elektrobetrieb-finden.de

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