Selbst routinierten Autofahrerinnen oder Autofahrern, die schon zigtausend Kilometer mit dem eigenen Pkw hinter sich haben, kann es etwas mulmig werden, wenn sie zum ersten Mal hinter dem Steuer eines Reisemobils sitzen. Das Handling im Cockpit unterscheidet sich zwar kaum von herkömmlichen Kfz, aber die Ausmaße dieser Fahrzeuge sind gewöhnungsbedürftig. Hier sind die wichtigsten Tipps für Caravaning-Einsteiger.

Es beginnt bei formalen Dingen: Mit dem „normalen“ Führerschein (Klasse B) dürfen Sie nur Fahrzeuge bis zu 3,5 Tonnen Gesamtgewicht fahren, für größere Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen Gesamtgewicht) benötigen Sie hingegen den Führerschein Klasse C. Diese Abgrenzung hat handfeste Folgen für die Beladung: In der Zulassungsbescheinigung Teil 1 (umgangssprachlich „Fahrzeugschein“) finden Sie heute meist die Angabe „Masse des Fahrzeugs mit Aufbau im fahrbereiten Zustand“. Diese Gewichtsangabe umfasst – neben dem Fahrzeug selbst – auch das Gewicht des Kraftstoffs, fest verbauter Zusatzbauteile, vorgeschriebener technischer Ausstattung sowie des Fahrers oder der Fahrerin.

Zeit nehmen für die Berechnung des Gesamtgewichts
Dazu addiert werden müssen unter anderem das Gewicht der Frischwasser- und Gasvorräte, die Füllung der Chemietoilette und des Boilers und das Körpergewicht der Mitreisenden. Da ist das zulässige Gesamtgewicht manchmal schneller erreicht als man denkt. Und damit nicht genug: Die Achslast – sie steht ebenfalls in der Zulassungsbescheinigung Teil 1 – darf keinesfalls überschritten werden, auch wenn das Gesamtgewicht ansonsten eingehalten wird. Im Internet finden Sie eine Rechenformel, um diesen Wert zu berechnen. „Der Punkt Zuladung/Gewicht wird von Caravaning-Neulingen oft unterschätzt“, erklären die InterCaravaning-Experten. „Unser Tipp: Nehmen Sie sich dafür ausreichend Zeit.“

Beim Fahren ist zu berücksichtigen, dass sich ein Fahrzeug von 3,5 oder 7,5 Tonnen Gewicht naturgemäß anders verhält als ein Pkw. Dies gilt vor allem beim Beschleunigen und Bremsen, erst recht bei schlechten Wetterbedingungen und auf nasser, verschneiter oder vereister Fahrbahn. Zudem sind Reisemobile mit ihren großen Front- und Seitenflächen anfälliger für Wind, etwa beim Überholen von Lkw auf der Autobahn oder auf Brücken. Das Verkehrsschild „Achtung: Seitenwind“ sollten Sie am Steuer eines Reisemobils ernst nehmen.

Grundsätzlich gilt: Kalkulieren Sie die langsamere Beschleunigung eines Reisemobils ein, halten Sie Abstand zu anderen Fahrzeugen und bremsen Sie allgemein früher. Fahren Sie noch aufmerksamer als sonst und versuchen Sie potenzielle Verkehrs- und Gefahrensituationen zu antizipieren.

Abbiegen und rangieren erfordert Übung
Wegen ihrer Länge, dem großen Radstand und dem Überhang am Heck erfordern Reisemobile eine andere Fahrweise beim Kurvenfahren oder Abbiegen: Sie müssen weiter ausholen, um mit der Hinterachse um eine Kurve „herumzukommen“, ohne über den Bordstein zu poltern. Gleichzeitig müssen Sie auch einkalkulieren, dass Ihr Heck dabei weiter ausschwenkt (was unter Umständen den Gegenverkehr gefährden kann). Dabei die Ideallinie zu finden, braucht etwas Übung. Wer bereits Erfahrung mit einem Transporter hat, tut sich hier leichter.

Das Rangieren eines Wohnmobils, womöglich auch noch rückwärts, ist für viele Anfänger eine schweißtreibende Angelegenheit. Länge und Breite des Fahrzeugs erfordern besondere Umsicht. Auch hier gilt: Übung macht den Meister. Tipp: Lassen Sie sich nach Möglichkeit von einer Person außerhalb des Fahrzeugs einweisen. Das sieht zwar nicht so lässig aus, vereinfacht das Ganze aber deutlich. Wichtig dabei: Klären Sie vorab mit dem oder der Einweisenden, welche Zeichen gegeben werden und was damit gemeint ist.

Achten Sie auf die Höhe von Unterführungen, halten Sie auch Ausschau nach tiefhängenden Ästen, Verkehrsschildern oder weit auskragenden niedrigen Hausdächern. Vor allem bei Dachaufbauten wie Solarpaneelen und Sat-Antennen oder bei Alkovenmodellen kann es unter Umständen knapp werden. Wenn Sie unsicher sind, ob die Höhe reicht: Nähern Sie sich – sofern die Verkehrssituation es zulässt – einem potenziellen Hindernis im Schritttempo. So können Sie rechtzeitig stoppen, ehe es kracht.

Automobilclubs bieten Fahrsicherheitstrainings an
„Grundsätzlich ist das Fahren eines Reisemobils kein Hexenwerk“, sagen die Caravaning-Experten. „Erfahrene Autofahrerinnen oder Autofahrer bekommen das ohne Weiteres hin. Dennoch ist es für Neulinge sicherlich ein guter Tipp, besonders vorsichtig und defensiv mit dem Fahrzeug umzugehen, vor allem zu Anfang.“

Wichtig: Bei InterCaravaning-Händlern erhalten Personen, die ein Reisemobil oder einen Caravan mieten oder kaufen wollen, eine gründliche technische Einweisung. Die damit betrauten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in der Regel selbst erfahrene Caravaner und können Ihnen wertvolle Tipps geben. Wer noch einen Schritt weiter gehen will: Automobilclubs wie der ADAC und der ACE (aber auch andere Anbieter) veranstalten spezielle Reisemobil-Fahrsicherheitstrainings, bei denen man unter anderem richtiges Beladen, Bremsen, Einparken und Kurvenfahren üben kann.

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