• Neu ausgerichtete Strategie zeigt ihre Stärken
  • Vorstandsvorsitzender Nikolai Setzer: „Drei Unternehmensbereiche unter einem Dach: Automotive, Reifen und ContiTech. Das macht uns besonders. Kein anderes Unternehmen im Markt bietet etwas Vergleichbares“
  • Ab- und Aufwärtstrends in den Märkten gleichen sich je nach Situation aus, die breite Aufstellung erhöht die Attraktivität für Beschäftigte und schafft Synergien
  • Sofortprogramm „Net|Zero|Now“ bietet Kunden Klimaneutralität für ihre Geschäfte mit Continental entlang der gesamten Wertschöpfungskette
  • Hochleistungsrechner von Continental finden sich 2021 und 2022 bereits in mehr als 20 Fahrzeugmodellen

„Ihre Continental ist gut aufgestellt“ – dies bekräftigte der Vorstandsvorsitzende des Technologieunternehmens, Nikolai Setzer, heute auf der virtuell durchgeführten Hauptversammlung 2022 in Hannover vor den zugeschalteten Aktionärinnen und Aktionären. „Wir haben eine klare Strategie. Wir haben die richtige Struktur. Wir haben ein hochmotiviertes Team. Und zusammen entwickeln wir mehr Momentum.“ Trotz eines weiterhin schwierigen Marktumfelds, das geprägt ist von den Folgen unterbrochener Lieferketten und höheren Kosten bei Einkauf und Logistik, blickte Setzer zuversichtlich nach vorn. „Wir haben die Weichen für die Zukunft Ihrer Continental gestellt. Mit einer neu ausgerichteten Strategie und einer angepassten Struktur, die sich ganz klar am Markt ausrichtet“, sagte er und verwies dabei auf die klar definierte Aufstellung von Continental nach dem Spin-off der Antriebssparte Vitesco Technologies. „Drei Unternehmensbereiche unter einem Dach: Automotive, Reifen und ContiTech. Das macht uns besonders. Kein anderes Unternehmen im Markt bietet etwas Vergleichbares“, erläuterte Setzer.

Neue Struktur aus drei Unternehmensbereichen bringt klare Vorteile

Mit den drei Unternehmensbereichen deckt Continental wichtige Kundenmärkte ab: das Geschäft mit automobilen Erstausrüstern und automobilen Ersatzteilen, die Zielgruppe der Betreiber von Flotten und das Geschäft mit großen Industriekunden, ebenso wie mit Endkunden. „Auf diese Weise haben wir drei Vorteile“, so Setzer. „Ab- und Aufwärtstrends in den Märkten gleichen sich je nach Situation aus, die breite Aufstellung macht uns für Beschäftigte attraktiv und wir schaffen Synergien.“ So erhalten Flottenkundinnen und -kunden bei Continental neben Reifen beispielsweise auch Zugriff auf digitale Systeme wie ContiConnect 2.0, die in Echtzeit den Zustand des Reifens überwachen.

Gleiches gilt im klassischen Auto-Geschäft, in dem Continental neben Hardware auch Software liefert. „Das heißt: Unsere Arbeit geht weiter“, erklärte Setzer und hob hervor: „Wenn ein neues Auto in Serie geht, liefern wir weitere Updates. So heben wir unser volles Potenzial.“ Dafür nutzt das Technologieunternehmen auch neue Partnerschaften. So hat zum Beispiel die 2021 begonnene Zusammenarbeit mit Amazon Web Services zum Ziel, den Austausch von Daten innerhalb der Fahrzeuginfrastruktur schneller zu machen. Damit können Autos noch effizienter mit der Cloud kommunizieren. „Das hilft ihnen beim automatisierten Fahren. Und es macht autonomes Fahren erst möglich“, betonte Setzer. „Mit Horizon Robotics dagegen entwickeln wir Künstliche Intelligenz. Und gemeinsam mit Kopernikus Automotive machen wir das automatisierte Parken oder das Rangieren in einer Fabrik möglich.“

Continental treibt Portfolio-Strategie weiter voran

Setzer stellte dabei heraus, dass die eigenen Stärken und die dazu passende Strategie entscheidend dafür seien, Mehrwerte zu schaffen und einen Vorsprung im Wettbewerb zu erzielen: „Drei Säulen sind dabei für uns entscheidend: Leistung steigern, Portfolio optimieren und Chancen nutzen.“

So treibt Continental innerhalb des Portfolios eine noch differenziertere Steuerung ihrer Geschäfte voran – und gestaltet solche mit stabilen Erträgen anders als jene, bei denen derzeit vor allem Wachstum im Fokus steht. „Unser Reifengeschäft etwa ist hoch profitabel. Deshalb optimieren wir dort vor allem Prozesse und investieren“, erläuterte der Continental-Vorstandsvorsitzende. „Auf der anderen Seite stehen Themen wie das automatisierte Fahren oder das autonome Fahren. Hier konzentrieren wir uns auf Innovationen, entwickeln und testen. Auf mittlere Sicht muss aber auch hier das Wachstum profitabel sein.“

Aus neuen Aufgaben neue Chancen machen

Entscheidend für profitables Wachstum sei, aus neuen Aufgaben neue Chancen in Themenfeldern wie Nachhaltigkeit, Sicherheit oder Vernetzung zu machen. „Hier fahren wir ganz vorne mit“, so Setzer. „Zum Beispiel mit unserem High-Performance-Computer – ein Rechner für Hochleistung, der weltweit bereits im Einsatz ist. Allein 2021 und 2022 schon bei mehr als 20 Modellen. Ab 2023 nutzen ihn auch E-Autos aus China.“ Als Schaltzentrale steuern die Rechner sehr komplexe Abläufe innerhalb des Fahrzeugs wie etwa die Elektronik im Innenraum, Assistenzsysteme oder die Datenflüsse im Auto.

Der neue domänenübergreifende HPC (High-Performance-Computer), den Continental derzeit in China entwickelt, ist noch schneller und kontrolliert mehrere Systeme gleichzeitig, auch wenn diese ganz unterschiedliche Anforderungen stellen. „Ähnlich gut sind wir beim sicheren, vernetzten und beim autonomen Fahren“, hob Setzer hervor. „Auch hier zählen wir zu den führenden Zulieferern. 42.000 Ingenieurinnen und Ingenieure arbeiten bei uns an der Mobilität von morgen. Allein 2021 haben wir mehr als 110 Millionen Euro zusätzlich für das assistierte und automatisierte Fahren investiert. Und 2,6 Milliarden Euro wenden wir für die Forschung und Entwicklung insgesamt auf.“

„Net|Zero|Now“ bietet Klimaneutralität entlang der gesamten Wertschöpfungskette

Continental arbeitet zudem intensiv daran, Mobilität nicht nur komfortabler, sicherer und vernetzter zu machen, sondern auch nachhaltiger. So bietet das Technologieunternehmen seinen Kunden mit dem Klimaschutz-Sofortprogramm „Net|Zero|Now“ nun die Möglichkeit, für ihre Geschäfte mit Continental schon heute Klimaneutralität entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu erreichen. Ziel des Programms ist, Kunden mit ambitionierten Nachhaltigkeitszielen zu ermöglichen, den derzeit noch verbleibenden sogenannten „CO2-Rucksack“ der entsprechenden Continental-Geschäfte zu neutralisieren. Dies umfasst alle Emissionen, die durch Prozesse bei Continental und ihren Lieferanten sowie nach dem Nutzungsende der Produkte entstehen, aber nicht die Nutzungsphase und Emissionen der Kunden. Der CO2-Rucksack wird durch die gleiche Menge an sogenannten „negativen Emissionen“ ausgeglichen. „Damit können Kunden bei uns klimaneutral einkaufen“, sagte Setzer. „Das heißt: Wir binden CO2 aus der Atmosphäre, indem wir mit unseren Partnern Ökosysteme wiederherstellen.“

„Net|Zero|Now“ ergänzt dabei bereits langjährig vorangetriebene CO2-Reduktionsmaßnahmen und nachhaltige Innovationen von Continental. Dazu gehört zum Beispiel das Reifenkonzept „Conti GreenConcept“. „Den Reifen fertigen wir zu über 50 Prozent aus Materialien, die nachwachsen und wiederverwendbar sind. Darunter zum ersten Mal auch Polyester aus PET-Flaschen“, beschrieb Setzer das Konzept. „Auch Ruß aus Altreifen werden wir nutzen. Denn wir sind überzeugt: Zirkuläres Wirtschaften ist die Zukunft. Gleichzeitig wollen wir Naturkautschuk im industriellen Maßstab aus Löwenzahn gewinnen. Daran arbeiten wir mit Hochdruck. Denn Nachhaltigkeit ist für uns eine zentrale Aufgabe.“

Über Continental Aktiengesellschaft

Continental entwickelt wegweisende Technologien und Dienste für die nachhaltige und vernetzte Mobilität der Menschen und ihrer Güter. Das 1871 gegründete Technologieunternehmen bietet sichere, effiziente, intelligente und erschwingliche Lösungen für Fahrzeuge, Maschinen, Verkehr und Transport. Continental erzielte 2021 einen Umsatz von 33,8 Milliarden Euro und beschäftigt aktuell mehr als 190.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 58 Ländern und Märkten. Am 8. Oktober 2021 hat das Unternehmen sein 150-jähriges Jubiläum gefeiert.

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