„Mein neues Auto wird auf jeden Fall eins, wo ich reinfahren kann“, sagt Michael Fröhlich. Der 30-jährige Wirtschaftsjurist aus der Oberpfalz ist bereits seit zehn Jahren mit dem für ihn angepassten VW-Tiguan unterwegs, um früher zum Studium, oder jetzt zur Physiotherapie bzw. zur 16 Kilometer entfernten Arbeitsstelle zu gelangen. 135.000 Kilometer hat er in der Zeit zurückgelegt. Doch sein Krankheitsbild hat sich verschlechtert. Michaels Kräfte lassen nach und es wurde immer beschwerlicher, um von seinem Rollstuhl auf das elektrische Rutschbrett umzusetzen. „Die Beine ins Auto zu bekommen war schwierig und das Zerlegen und Falten des Rollstuhls dauerte in den letzten Monaten immer länger. Den Rollstuhl vom Rutschbrett aus und ohne Dach über dem Kopf ins Auto zu verladen, machte vor allem bei Regen und Schnee keinen Spaß mehr“, sagt er. Auch das Lenken mit dem Drehknauf wurde zunehmend beschwerlicher, weil einfach die Kraft fehlte.

„Dann fahren wir mal nach rechts“, sagt Fahrlehrer Horst Hilsenbeck, bei ersten Einstellungsfahrten nach dem Umbau. Noch ist nicht ganz klar, wie Michael Fröhlich sein zukünftiges Fahrzeug bedienen will – lenken mit dem rechten oder mit dem linken Joystick. „Eigentlich ist rechts die bessere Hand“, sagt er. „Aber was ist besser?“ Funktionieren tut es mit dem rechten Joystick bei der ersten Testfahrt schon einmal. Aber es ist ungewohnt für Michael, der in den letzten zehn Jahren noch mit Handgerät und Lenkradknauf im VW Tiguan unterwegs war. Da er mit rechts das Hand-Gerät für Gas und Bremse betätigen musste, blieb nur die linke Hand zum Lenken. Die kleinen kurvigen und hügeligen Sträßchen vor den Toren Aichelaus sind das optimale Testfeld, um das persönliche Optimum auszuloten.

Michaels neuer PARAVAN VW T6.1 mit dem Zusatz „extended“ ist jetzt mit dem Fahr- und Lenksystem Space Drive ausgestattet. Lenkung, Gas und Bremse wird er in Zukunft per Joystick bedienen. Über den PARAVAN-Kassettenlift fährt er nun direkt auf den Fahrerplatz, abgesichert durch eine zusätzliche Rückenstütze kann er seinen Aktiv-Rollstuhl über eine Dockingstation mit dem Fahrzeug verankern. „Extended“ steht bei PARAVAN für mehr Kopffreiheit von bis zu 15 Zentimetern, je nach Modell. Diese modifizierte Version des VW T6.1 hat einen tiefer gelegten Fahrzeugboden, von der A- bis zur C-Säule. Damit ist das beliebte VW-Modell auch für größere Rollstuhlfahrer nutzbar.

Vor zwei Jahren sind die Fröhlichs zu PARAVAN gekommen und haben verschiedene Fahrzeugmodelle getestet. Michaels Wunschfahrzeug, eine Mercedes V-Klasse funktionierte nicht „Zu wenig Kopffreiheit und der Peugeot Traveller hat mir nicht so gut gefallen.“ Auch der „normale“ VW T6.1 hätte von der Innenhöhe nicht ausgereicht, aber von der Höhe her noch in die heimatliche Garage gepasst. Mit der Modifizierung des Innenraums war das dann kein Problem mehr. Was folgte war ein Antragsmarathon von über zwei Jahren. Doch nun konnte Michael sich seinen Traum vom eigenen Bus erfüllen.

„Und dann nach rechts.“ Plötzlich hupt es. „Das war ein Drücker zu viel“, meint der Fahrlehrer. Michael kann die wichtigsten Sekundärfunktionen auch per Knopfruck bzw. mit dem sogenannten Bleeper, direkt vom rechten Joystick aus bedienen, per einmaligem Knopfruck geht das Fernlicht an, zwei Mal blickt das Auto links, drei Mal rechts und wenn er den Knopf vier Mal betätigt, hupt es. Nach den kleinen Feldwegen geht es dann auf die Gemeindeverbindungsstraßen mit etwas mehr Geschwindigkeit. So kann sich Michael letztendlich ein genaues Bild machen, was für ihn die beste Lösung ist. „Links lenken“, sagt er am Ende. Auch wenn es nicht häufig vorkommt, für ihn ist das die bessere, weil gewohnte Variante.

Für mich bedeutet das neue Fahrzeug vor allem Unabhängigkeit“, sagt Michael, der in letzter Zeit bei Fahrten zur Arbeit bzw. zur Physiotherapie auf die Hilfe anderer angewiesen war. „Jetzt bin ich wieder unabhängig.“

Über die PARAVAN GmbH

Die PARAVAN GmbH ist Weltmarktführer für hoch individuelle behindertengerechte Fahrzeuglösungen. Rund 180 Mitarbeiter entwickeln und produzieren individuell angepasste Automobilumbauten, Elektrorollstühle bis hin zur eigens spezialisierten Fahrausbildung. PARAVAN verfolgt mit dem „Alles-aus-einer-Hand-Konzept“ einen ganzheitlichen Ansatz. Technologisches Highlight ist Space Drive, ein intelligentes digitales Steuerungssystem nach dem Drive-by-Wire-Prinzip. Durch die aktive Redundanz der Servomotoren ist es vollständig ausfallsicher und das erste mit Straßenzulassung. Mithilfe dieser Innovation fahren schwerstbehinderte Menschen, teils ohne Arme und Beine, selbständig und sicher Auto. Ein einfaches Eingreifen in das Lenkrad ist diesen Fahrern nicht möglich. Weltweit hat sich Space Drive in den letzten 20 Jahren auf über eine Milliarde Straßenkilometern bewährt und wird von zahlreichen Industriekunden für Testträger im Bereich autonomes Fahren genutzt. Das System ist als Nachrüstsatz mit offener Schnittstelle für alle bekannten Fahrzeugtypen erhältlich. www.paravan.de

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