Die Fotografie ist eine vielseitige Disziplin mit zahllosen Einsatzmöglichkeiten. Egal welches Motiv zu welchem Zweck abgelichtet wird, am Ende des Tages geht es vor allen Dingen darum, Bilder zu bewerten und ihre Qualität zu beurteilen. Was ein gutes Foto ausmacht, scheint auf den ersten Blick schwer zu fassen. Schönheit und Ästhetik sind abstrakte Begriffe einer subjektiven Bewertung. Dass auch hier die Künstliche Intelligenz neue Maßstäbe setzen wird, beweist ein neuer Sonderpreis beim Blende-Fotowettbewerb.

Der Versuch, den abstrakten Begriff der Schönheit in eine messbare Größe zu fassen, ist wohl annähernd so alt wie die Wissenschaft selbst. Zumindest was klassische Schönheitsideale betrifft, ist es gelungen, einzelne Puzzleteile zusammenzuführen und Gesetzmäßigkeiten zu identifizieren.  Untersuchungen zeigen zum Beispiel, dass Schönheit streng genommen Mittelmaß bedeutet. Gesichter werden als schön angesehen, wenn ihre Merkmale wenig vom Durchschnitt abweichen. Bereits vor mehr als 2000 Jahren entwickelten Gelehrte die Formel des „Goldenen Schnitts“. Bis heute lassen sich Bilder bewerten, indem ihre gesamte Komposition auf Grundlage dieses natürlichen Symmetrieverhältnisses geprüft wird. Zumindest begrenzt lässt sich Schönheit also offensichtlich aus dem Nebel der Subjektivität hervorheben.

Um Schönheit und Ästhetik geht es auch in der Fotografie. Insbesondere dort, wo Bilder nicht allein dokumentieren, sondern einen künstlerischen Anspruch verfolgen, stellt sich dem Betrachter auf Anhieb die Frage, ob ein Bild schön ist, oder eben nicht. Fotowettbewerbe wie der Blende-Fotowettbewerb des Photoindustrie-Verbands symbolisieren den Versuch, auch in der Fotografie der Frage auf den Grund zu gehen, was schön ist. In diesem Jahr fiel einer Jury aus Expert*innen, professionellen Fotograf*innen und Vertreter*innen der Branche erneut die Aufgabe zu, aus rund 500 Fotografien die besten auszuwählen. Trotz der Expertise der neunköpfigen Fachjury ging es bei der Bewertung um mehr als Fragen nach erkennbaren technischen Details der Bilder. Selbst ein vermeintlich überbelichtetes oder unscharfes Bild mit verschobenem Fokus kann in seiner Ästhetik überzeugen und sich positiv hervorheben.

Neben der fachkundigen Jury kam in diesem Jahr erstmals ein weiterer Experte zu einem gesonderten Urteil: Im „Sonderpreis KI by Excire“ wurden die eingereichten Bilder mit Hilfe der Excire-Technologie vom Computer beurteilt. Zuvor wurde die KI durch die Analyse von 250.000 Fotos auf diese Aufgabe vorbereitet. Auf dieser Basis gelangte die von Pattern Recognition Company für die Bildverwaltungssoftware EXCIRE Foto entwickelte KI-Software zu einem eigenständigen Urteil und benannte drei zusätzliche Siegerbilder.

KI = Künstlerische Intelligenz?

Die Relevanz des Themas Künstliche Intelligenz hat in den letzten Jahren explosiv zugenommen. Dass sich KI auch mit dem Thema Kunst auseinandersetzt, ist dabei nicht wirklich neu. KI-Systeme malen heute bereits auf Zuruf Bilder, wahlweise im Comic-Stil oder orientiert an „Alten Meistern“. Sie generieren Fotografien und schrecken selbst vor der Vollendung der „unvollendeten“ 10. Symphonie Beethovens nicht zurück. Auch wenn die Praxis gerade im letztgenannten Beispiel zeigt, dass die schöpferische Leistung der Maschine der des kreativen Menschen noch nicht vollständig ebenbürtig ist, sind die Ergebnisse bereits enorm beeindruckend und geben einen Vorgeschmack auf eine absehbare Zukunft. Gleiches gilt für die Fähigkeit der KI, die Leistung des Menschen zu bewerten.

Ausschlaggebend für Kreativität und Expertise der KI ist deren unvorstellbare Lernfähigkeit. KI Systeme wie die Excire-Technologie sind nicht nur einfache Algorithmen, die vorgegebene Schritte abarbeiten. KI nutzt große Datenmengen, um eigenständig zu verstehen, welche Informationen miteinander in Zusammenhang stehen. Auf diese Weise baut sie Wissen auf, versteht kausale Zusammenhänge und entwickelt die Fähigkeit zu lernen. Nach diesem Prinzip hat die Excire-Software ebenfalls entschlüsselt, was ein gutes Bild ausmacht. Das gelingt ihr so gut, dass der Betrachter der mit dem KI-Sonderpreis ausgezeichneten Bilder ihr zwar zustimmt, letztlich aber die konkreten Kriterien der Beurteilung nicht mehr nachvollziehen kann.

Der „Geschmack“ der KI unterscheidet sich dabei vom menschlichen Urteil. Tatsächlich hatten es die von der KI prämierten Bilder auf Basis der menschlichen Bewertung nicht einmal bis in den Bundesentscheid geschafft. Sie waren bereits in der Vorrunde am Urteil von Medienpartnern in Foto-Fachredaktionen gescheitert. Eine Möglichkeit dies zu erklären, könnte die Objektivität sein: Die KI repräsentiert das Urteil vieler, nicht das einer auserwählten Jury.

KI in der Fotoverwaltung – Faszination und praktischer Nutzen

Der Begriff der Künstlichen Intelligenz entwickelt sich zunehmend zum Schlagwort. Nicht erst seit dem aktuell thematischen Vorreiter ChatGPT ist er in den Medien fast omnipräsent und verspricht auch als Marketinginstrument entscheidende Wettbewerbsvorteile. Jenseits der kontrovers geführten Diskussion über die Risiken der Technologie überzeugt KI jedoch schon heute durch konkrete Anwendungsmöglichkeiten. Das Beispiel des „Sonderpreis KI by Excire“ beim Blende-Fotowettbewerb verdeutlicht das Potenzial der KI in der Bildbewertung. Ihr Einsatz in der Fotoverwaltung demonstriert schon heute professionelle Anwendungsmöglichkeiten und wird in Zukunft das Arbeiten mit großen Bilddatenmengen zusätzlich vereinfachen und optimieren.

Moderne Fotoverwaltungssoftware wie Excire Foto nutzt bereits Methoden wie die Mustererkennung, um Fotos zu analysieren und Gesichter und Motive zu erkennen, um selbst riesige Fotosammlungen automatisch zu kategorisieren oder Doubletten zu identifizieren. Mit der Weiterentwicklung der KI-gestützten Bildanalyse ist die Erweiterung des Funktionsumfangs klassischer Bildverarbeitung um die qualitative Analyse und Bewertung von Bildern absehbar. Dabei geht es nicht allein um die persönliche Eitelkeit des Nutzers, der sich von der künstlichen Intelligenz die eigenen künstlerischen Fähigkeiten bescheinigen lässt. Gerade für professionelle Fotografen kann die KI einerseits eine Entscheidungshilfe darstellen, welche zum Beispiel eine Vorauswahl von Bildern zu einem Projekt oder Auftrag ermöglicht. Andererseits kann sie genutzt werden, um langfristig die eigene Arbeit kritisch zu hinterfragen und zu verbessern, indem sie als unabhängige Jury dauerhaftes Feedback anbietet.

www.excire.com

Über die Pattern Recognition Company GmbH

Excire Foto wird von der Pattern Recognition Company GmbH (PRC) entwickelt und in Europa vertrieben. Den Vertrieb in den USA übernimmt die PRC Tochter Excire Inc. Die PRC GmbH ist eine Ausgründung der Universität zu Lübeck und seit 2005 auf dem Gebiet der KI tätig. PRC besitzt ein exzellentes Team von Informatikern mit herausragendem Expertenwissen in den Bereichen Maschinelles Lernen und Computer Vision. Neuronale Netze und Deep Learning wurden bei PRC angewendet, lange bevor diese Technologien populär wurden.

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