Das Thema Nachhaltigkeit im Spezialtiefbau ist in der Bauindustrie allgegenwärtig. Dies wurde einmal mehr beim Tag der Deutschen Bauindustrie in Berlin deutlich, den der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) am 14. Juni veranstaltete. Nach einem Statement des HDB-Präsidenten Peter Hübner konnten die Gäste live u. a. die baupolitischen Meinungen von Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) und von Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) sowie die der Opposition (CDU) hören.

Zum 75. Geburtstag des Hauptverbands wurden beim diesjährigen Branchentreff erstmals Spezialtiefbau-Projekte mit einem DGNB-Zertifikat (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen) für nachhaltige Baustellen ausgezeichnet – darunter auch ein Projekt der BAUER Spezialtiefbau GmbH. Michael Kellner, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, überreichte das Zertifikat an Frank Haehnig, Geschäftsführer (CEO) der BAUER Spezialtiefbau GmbH. „Wir sind sehr stolz, diese wichtige Entwicklung im Spezialtiefbau aktiv begleiten zu können und freuen uns über die große Ehre dieser Auszeichnung“, so Frank Haehnig. Übergeordnetes Ziel der Zertifizierung ist es, die Nachhaltigkeit von Bauaktivitäten nach anerkannten und überprüfbaren Kriterien messbar und beurteilbar zu machen.

Den Auftakt bildete Bauer Spezialtiefbau bereits im November 2020 im Rahmen eines Webinars in Berlin zum Thema „Bauen erfordert nachhaltige Konzepte – Spezialtiefbau setzt neue Benchmarks“. Dr. Christine Lemaitre, geschäftsführender Vorstand der DGNB, nahm damals als Gast an der Podiumsdiskussion teil – so war die Idee einer DGNB-Zertifizierung als Benchmark geboren.

Vier Kriterien als Grundlage für die Zertifizierung

„Wenn wir es mit dem Klima- und Ressourcenschutz im Bauen ernst meinen, ist es entscheidend, dass wir nicht beim Hochbau stehen bleiben, sondern auch infrastrukturelle Bauprojekte in den Fokus nehmen", erklärte Dr. Christine Lemaitre am 15. Juni in einer DGNB-Pressemeldung. Die DGNB-Zertifizierung für den Spezialtiefbau orientiert sich dabei am regulären DGNB-System für nachhaltige Baustellen und umfasst die vier Punkte Bauorganisation, Ressourcenschutz, Gesundheit und Soziales sowie die Qualität der Bauausführung. Im Rahmen der Kriterien werden Maßnahmen zur Vermeidung von Belastungen der lokalen Umwelt durch die Baustelle überprüft, wobei der Einsatz von Bau- und Transportmaschinen sowie das Maß der Bodenbewegung und die daraus resultierenden Verwertungs- und Wiederverwendungsmöglichkeiten berücksichtigt werden.

Mit Blick auf den Ressourcenschutz stehen Emissionsminderung und Ressourceneinsparung im Bereich Energie und Trinkwasser sowie Wiederverwendung und -verwertung von Baumaterialien klar im Fokus. Im Bereich Gesundheit und Soziales liegt das Augenmerk vor allem auf der Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter sowie der projektinternen als auch der externen Kommunikation mit der Öffentlichkeit. Im Gegenzug umfasst die Qualität der Bauausführung das Baustellenmanagement, die Qualitätssicherung verwendeter Bauprodukte und die Bestandsdokumentation.

Um eine DGNB-Zertifizierung zu erhalten, muss eine Vielzahl dieser Kriterien verpflichtend umgesetzt werden. Diese nehmen 35 % der Bewertung ein, verschiedene variable Faktoren umfassen 30 %. Insgesamt muss also ein Gesamterfüllungsgrad von wenigstens 65 % erreicht werden, um ein DGNB-Zertifikat für ein Spezialtiefbauprojekt zu erhalten.

Bauer Spezialtiefbau-Projekt in München ausgezeichnet

Dieses neue System zur Zertifikatsvergabe wurde in Zusammenarbeit mit verschiedenen Unternehmen – unter anderem der BAUER Spezialtiefbau GmbH – entwickelt und im Rahmen von Pilotprojekten zur Erstanwendung des Systems getestet. Dabei konnte das Projekt der Bauer Spezialtiefbau im Rahmen des Neubaus eines Wohnhauses mit Tiefgarage in der Chamissostraße in München auf ganzer Linie überzeugen und wurde während des Tags der Bauindustrie von der DGNB ausgezeichnet.

Die Arbeiten seitens Bauer umfassten bei diesem Projekt neben dem Abriss und der Entsorgung der Bestandsgebäude sowie der Wasserhaltung insbesondere die zertifizierten Spezialtiefbauarbeiten in Form zweier Baugrubenumschließungen. Das Besondere daran: Sie wurden mittels Ankerarbeiten und geothermisch aktivierter Mixed-in-Place-Wände (MIP) mit eingestellten Trägern und Rückverankerung hergestellt. Bei der geothermischen Aktivierung von Gründungselementen werden diese mit Erdwärmesonden bestückt. Mithilfe von Sonnenkollektoren, etwa auf Gebäudedächern, wird in den Sommermonaten Energie gewonnen und über die verbauten Erdwärmesonden in den Boden abgegeben und gespeichert. Im Winter wird diese Energie dem Boden wieder entzogen und beispielsweise zum Heizen von Gebäuden verwendet. Bauer führte die Arbeiten in der Münchener Chamissostraße von März bis Juni dieses Jahres aus.

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