Um die Nachfrage nach Wasserstoff durch potenzielle Großabnehmer und die geplanten Produktionskapazitäten von Wasserstoff zu erfassen, haben die Unternehmen GRTgaz, terranets bw und badenovaNETZE eine gemeinsame Interessensabfrage für die geplanten grenzübergreifenden Projekte RHYn und RHYn Interco durchgeführt. Das Ergebnis: der hohe Wasserstoffbedarf der regionalen deutschen Großabnehmer kann durch Produktionskapazitäten in Frankreich gedeckt werden. Die Europäische Kommission bestätigte am 28. November 2023 den Status des RHYn Interco-Vorhabens als „Project of Common Interest (PCI)“.

Vom 18. September bis 17. November 2023 führten die Netzbetreiber GRTgaz, terranets bw und die badenova Infrastrukturtochter badenovaNETZE eine Abfrage zu Wasserstoff-Bedarfen und Erzeugungspotenzialen in den Regionen Südlicher Oberrhein (Deutschland) und Grand Est (Frankreich) durch. Die Interessensabfrage der Projektpartner richtete sich gezielt an Unternehmen, die planen, Wasserstoff in großen Mengen zu produzieren oder zu beziehen. Konkret waren auf deutscher Seite die Land- und Stadtkreise Freiburg, Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen und Ortenau angesprochen und auf französischer Seite das Gebiet Grand Est.

Hohe Wasserstoffbedarfe in der Region Südlicher Oberrhein (Deutschland)

Insgesamt 10 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen meldeten Bedarfe, davon sechs aus dem Raum Freiburg und vier aus dem Raum Kehl. Allen gemeinsam ist der derzeitige Einsatz von Erdgas und die damit verbundene Notwendigkeit einer Umstellung auf alternative Energieträger wie zum Beispiel Wasserstoff.

Insgesamt meldeten die Unternehmen in den Regionen Freiburg und Kehl ab 2028 einen Bedarf von rund 1,5 TWh Energie aus Wasserstoff, bis 2035 rund 1,9 TWh.

Insbesondere Unternehmen mit hohem Energiebedarf zeigten großes Interesse an einer pipeline-gebundenen Versorgung mit Wasserstoff. Projektleiterin Leonie Meyer von badenovaNETZE resümiert: „Wir sind hocherfreut über das positive Feedback von potenziellen Wasserstoff-Großabnehmern. Neben den identifizierten Unternehmen sehen wir auch großes Potenzial darin, noch viele weitere für die leitungsgebundene Wasserstoffversorgung zu gewinnen. Als zentrale Gebiete stehen hier Freiburg und Kehl im Fokus, aber auch das Gebiet um Bad Krozingen (Eschbach) bietet ideale Voraussetzungen.“ Im nächsten Schritt können die beteiligten Unternehmen eine Machbarkeitsanalyse für einen Wasserstoff Netzanschluss bei der badenovaNETZE beauftragen.

Ausreichend hohe Produktionskapazitäten in der Region Grand Est (Frankreich)

Während die Rückmeldungen auf deutscher Seite rein abnahmeorientiert waren, meldeten sich bei GRTgaz in der Region Grand Est ebenfalls potenzielle Wasserstoffproduzenten. Vorläufige Ergebnisse des Aufrufs zur Interessenbekundung durch GRTgaz haben ein großes Potenzial für die Produktion und den Export im Gebiet Grand Est gezeigt. GRTgaz und terranets bw führen derzeit eine eingehende Analyse durch, um die nächsten Schritte für die Verbindung der beiden Netze festzulegen.

Bedeutung des Projektes RHYn Interco bestätigt

Am 23. November 2023 hat die Europäische Kommission die endgültige Liste der “Projects of Common Interest“ veröffentlicht. Damit hat die EU-Kommission für insgesamt 166 Vorhaben, darunter 65 Projekte im Bereich Wasserstoff und Elektrolyseure, die wesentliche Bedeutung für die Erreichung der energie- und klimapolitischen Ziele der Europäischen Union bestätigt.  Der PCI-Status ist ein Kriterium für die Aufnahme in das neue Wasserstoff-Kernnetz. „Durch eine

grenzüberschreitende Anbindung an das Wasserstoff-Backbone in Frankreich und die Umstellung bestehender Gasleitungen auf Wasserstoff schaffen wir gemeinsam mit unseren Projektpartnern GRTgaz und badenovaNETZE die Voraussetzungen für eine klimaneutrale Energieversorgung der Industrie. Der PCI-Status unterstreicht die Bedeutung des Projektes RHYn Interco für die Energiewende“ so Stephanie Seybold, Projektleiterin terranets bw. „Wir freuen uns darauf, die Wasserstoff-Transformation in Europa gemeinsam mit unseren Partnern voranzutreiben.“

Über das Projekt RHYn Interco

RHYn Interco ist ein Gemeinschaftsprojekt von badenovaNETZE und terranets bw auf deutscher Seite mit Anbindung an das französische Partnerprojekt RHYn des Gasnetztransportbetreibers GRTgaz. Ziel des Projektes RHYn Interco ist die Anbindung der Region Südbaden an französische und internationale H2-Erzeugungsprojekte. Das Projekt ist zudem Teil des europäischen Hydrogen Backbone, das die Versorgungssicherheit der Wasserstoffverbraucher in Europa gewährleisten soll und bis 2040 ein 53.000 km langes Wasserstoffnetz zwischen 28 europäischen Ländern vorsieht. Der Großteil der am Projekt beteiligten Leitungen wird dabei von Erdgas auf Wasserstoff umgestellt. Zusätzlich sind neue Leitungen im Raum Kehl geplant. Mit dem Universitätsklinikum Freiburg und der Cerdia Freiburg gibt es bereits potenzielle Abnehmer für den Wasserstoff.

Über terranets bw:

terranets bw ist unabhängiger Transportnetzbetreiber für Gas. Mit ihrem rund 2.750 km langen Gashochdruckleitungsnetz stellt die terranets bw den diskriminierungsfreien Gas-Transport von Niedersachsen bis an den Bodensee sicher. Ihren Kunden bietet die terranets bw eine Vielzahl an Dienstleistungen rund um den Gastransport und die Telekommunikationsinfrastruktur. Im Unternehmen mit neun Standorten in Baden-Württemberg und Hessen arbeiten rund 300 Mitarbeitende. Mit ihrer Initiative „H2 für BW“ setzt sich terranets bw für die Anbindung von Baden-Württemberg an die deutsche und europäische Wasserstoffinfrastruktur ein. Auf der Plattform h2-fuer-bw.de teilt terranets bw transparent ihre Planungen, konkrete Umstellungsprojekte und ermittelt künftige Wasserstoff-Bedarfe. Gemeinsam mit Netzbetreibern und Wasserstofferzeugern arbeitet das Unternehmen an belastbaren Transportrouten von den Quellen bis zu den Bedarfsschwerpunkten in Baden-Württemberg. terranets-bw.de/wasserstoff

Über die badenova AG & Co. KG

Die Energieversorgung auf eine breitere Basis zu stellen, um unabhängig von fossilen Energieträgern zu werden, ist die zentrale Aufgabe mit Blick auf den Klimawandel. Mit über 1.600 Mitarbeitenden ist badenova ein leistungsstarker Arbeitgeber und ein 100-prozentig kommunales Unternehmen mit Sitz in Freiburg. Das Versprechen und Ziel des Unternehmens lautet: „Für eine lebenswerte Zukunft gestaltet badenova für und mit der Region die Energie- und Wärmewende.“

badenova und ihre Infrastruktur-Tochter badenovaNETZE beteiligen sich intensiv an der Entwicklung innovativer Wasserstoff-Technologien. Ziel ist es, Wasserstoff in den Süden Deutschlands zu bringen, um mit starken Partnern Baden-Württemberg an die europäische und nationale Wasserstoff-Infrastruktur anzuschließen. Denn Wasserstoff spielt für badenova eine Schlüsselrolle auf dem Weg zur Klimaneutralität. badenova.de/wasserstoff

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