Rüstzeiten zählen zu den größten Produktivitätskillern in der CNC‑Fertigung. Sie blockieren Maschinen, binden qualifiziertes Fachpersonal und erhöhen gleichzeitig das Risiko für Fehler, Kollisionen und Ausschuss.
Gerade bei CNC‑Revolvermaschinen und Dreh‑Fräszentren mit wechselnden Teilespektren und kleinen Losgrößen wird dieser Effekt besonders deutlich. Varianten, Wiederholteile und unterschiedliche Bearbeitungsanforderungen erhöhen die Anzahl der Werkzeugwechsel. Wer hier nicht vorbereitet ist, verliert Zeit – unabhängig davon, wie modern oder leistungsfähig die Maschine ist.
Mit EWS.Ready Safe and Go bringt die EWS Weigele GmbH & Co. KG aus Uhingen ein durchgängiges Rüstkonzept für CNC-Drehmaschinen und Dreh-Fräszentren auf den Markt. Es kombiniert das bewährte Schnellwechselsystem EWS.Varia, strategische Revolverplanung und digitale Planungswerkzeuge zu einem standardisierten Prozess. Werkzeugwechsel dauern damit nur noch rund 20 statt 240 Sekunden, eine Zeitersparnis von 91,7 Prozent pro Wechsel.
Der Boxenstopp entscheidet
Ein Blick in den Motorsport verdeutlicht das Prinzip. Rennen werden nicht nur auf der Strecke entschieden, sondern im Boxenstopp. Improvisation hat hier keinen Platz. Werkzeuge liegen bereit, Abläufe sind definiert, jeder Handgriff folgt einem klaren Plan.
In der Praxis fehlt diese Struktur häufig. Werkzeuge werden erst im Arbeitsraum gewechselt, schwere Halter an Schneiden vorbei manövriert, Spannmittel mit hohem Kraftaufwand gelöst. Aus einem geplanten Werkzeugwechsel wird so ein ungeplanter Maschinenstillstand.
Genau an diesem Punkt setzt EWS.Ready Safe and Go an – nicht als einzelnes Produkt, sondern als ganzheitliches Konzept aus Hardware, Software und Organisation.
Struktur beginnt am Revolver
Ausgangspunkt ist stets das Teilespektrum. Bearbeitungen werden analysiert und systematisch geordnet, die Revolverbestückung klar definiert. Häufig benötigte Bearbeitungen wie Außendrehen, Abstechen oder Vollbohren bleiben dauerhaft in Mehrfachhaltern auf dem Revolver. Wechselnde Bearbeitungen erfolgen über die einheitliche Schnittstelle EWS.Varia. Der Revolver wird so zum integrierten Werkzeugmagazin.
Nicht jeder Revolverplatz ist dabei für den Schnellwechsel vorgesehen. EWS unterscheidet deshalb konsequent zwischen Dauerstationen und Flex‑Stationen. Varia kommt gezielt dort zum Einsatz, wo tatsächlich gewechselt wird – etwa bei angetriebenen Werkzeugen oder beim Innendrehen – ergänzt durch stabile Dauerstationen für gleichbleibende Bearbeitungen.
Vorbereitung statt Eingriff
Die eigentliche Rüstarbeit wird aus dem Arbeitsraum verlagert. Wechseleinsätze werden maschinenextern aufgebaut, voreingestellt und vermessen. Zur eindeutigen Zuordnung werden vorbereitete Werkzeuge in Bereitstellungssystemen strukturiert abgelegt und über Tool‑Tags nach einer einheitlichen Beschriftungslogik gekennzeichnet. Während die Maschine produziert, ist der nächste Werkzeugwechsel bereits vollständig vorbereitet.
Startklar in nur 20 Sekunden
An der Maschine selbst erfolgt der Wechsel in sicherer Einhandbedienung – mit einfacher Handhabung und deutlich erhöhter Sicherheit für das Bedienpersonal.
Der Effekt ist messbar. Aus einem zeitintensiven, fehleranfälligen Rüstvorgang wird ein kalkulierbarer Werkzeugwechsel. Abhängig von Maschine und Ausgangssituation lassen sich Wechselzeiten von mehreren Minuten auf rund 20 Sekunden reduzieren – vergleichbar mit einem professionellen Boxenstopp.
Digitale Planung statt Bauchgefühl
Tool‑Finder und 3D‑Assistenten ermöglichen es, Revolverbestückungen vorab zu planen, Kollisionen auszuschließen und Werkzeugdaten durchgängig bis ins CAD/CAM‑System zu nutzen. Entscheidungen fallen nicht mehr an der Maschine, sondern im Vorfeld. Einen Schritt weiter gehen maschinenspezifische Revolver-Templates. In Kooperation mit Maschinenherstellern werden komplette Revolver-Bestückungen erarbeitet, von EWS-Anwendungsingenieuren geprüft und im Webshop bereitgestellt. Anwender erhalten damit abgesicherte Rüstkonzepte ohne eigene Auslegungsarbeit.
Ready. Safe. Go.
EWS begleitet Anwender von der Analyse bis zur Umsetzung. Das Konzept ist branchenübergreifend einsetzbar, vom klassischen Maschinenbau über die Medizintechnik bis hin zur Luft- und Raumfahrt sowie zu wachstumsstarken Feldern wie der Robotik, und eignet sich auch für Bestandsmaschinen.
So wird aus einem ungeplanten Stillstand ein kontrollierter Boxenstopp.
Und genau dort entscheidet sich das Rennen.
Die EWS Weigele GmbH & Co. KG ist ein familiengeführtes Unternehmen der Zerspanungstechnik mit Sitz in Uhingen bei Stuttgart und wurde 1960 gegründet. EWS entwickelt und produziert statische sowie angetriebene Werkzeugsysteme für CNC‑Drehmaschinen und Dreh‑Fräszentren und deckt dabei sowohl Standard‑ als auch kundenspezifische Lösungen ab. Mit Tochtergesellschaften in Korea, USA, China, Türkei und Indien ist das Unternehmen international präsent.
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