Für Heavy-Duty-Anwendungen in der Agrartechnik hat sich das CAN-basierte Kommunikationsprotokoll J1939 als ein Standard etabliert. Sensorik von FSG ist von Haus aus mit allen gängigen Schnittstellen erhältlich und unterstützt die jeweils branchenüblichen Protokolle – so auch J1939. Ein praxisnahes Beispiel für die Agrartechnik sind die Seilzugsensoren der neuen Familie SL00-R in Kombination mit dem FSG-Drehgeber MH1023, der J1939-Support bietet.

Ein typischer Einsatzbereich für die Kombination aus MH1023 und SL00-R in Nutzfahrzeugen, mobilen Maschinen und Anbaugeräten aus der Sparte Agrartechnik ist die lineare Weg- und Positionsmessung. Darunter fallen z.B. Hub- und Klappsysteme, für Ausleger oder Stützen, sowie Teleskoparme.

Über das Kommunikationsprotokoll J1939 tauscht der Drehgeber die vom Seilzugsensor ermittelten Daten mit der übergeordneten Steuerungselektronik des Fahrzeugs bzw. der Maschine aus, darunter Messwerte, Statusinformationen und Diagnoseparameter.

Durch definierte Parametergruppen (PGNs), eindeutige Geräteadressierung sowie integrierte Diagnosefunktionen lassen sich Sensoren wie der MH1023 effizient in bestehende Fahrzeugarchitekturen einbinden. Insbesondere bei komplexen Maschinen mit mehreren elektronischen Steuergeräten vereinfacht J1939 die Systemintegration, reduziert den Verkabelungsaufwand und unterstützt eine zuverlässige Kommunikation auch unter rauen Einsatzbedingungen.

Vielseitig einsetzbarer Drehgeber MH1023

Der Drehgeber MH1023 von FSG ist vielseitig einsetzbar und hat sich in Mobilkränen, Forstmaschinen und -fahrzeugen, in Anwendungen des Schienenverkehrs sowie in der Agrartechnik bewährt. Der MH1023 kann mit allen gängigen analogen und digitalen Schnittstellen sowie mit praktisch jedem gewünschten Stecker- oder Kabelanschluss ausgerüstet werden.

FSG bietet den Drehgeber aktuell in sechs Ausführungen an, in Singleturn- oder Multiturn-Ausführung (für max. 4096 Umdrehungen), serienmäßig mit einem Gehäuse aus Aluminium, optional auch in Edelstahlausführung. Erhältlich sind auch Modelle mit ATEX- bzw. IECEx- oder DNV-Zulassung, oder auch als redundant ausgeführte Sensoren für sicherheitsrelevante Anwendungen. Allen Modellen gemein ist die robuste Ausführung mit hohem IP-Schutz (bis IP69k) und die lange Lebensdauer – wichtige Voraussetzung für den Einsatz unter rauen Umweltbedingungen.

Seilzugsensor SL00-R – hohe Flexibilität, robuste Bauweise

Geräte der Baureihe SL00-R spielen ihre Stärken überall dort aus, wo präzise Messdaten erfasst werden, das Arbeitsumfeld im Außenbereich umweltbedingt eine robuste Bauweise erfordert und es auf kompakte Maße ankommt. Aktuell sind zwei Baugrößen erhältlich: SL00-R-GS80 mit Messlängen bis 3 Meter sowie der SL00-R-GS130 mit bis zu 7 Meter Messlänge. Das Gehäuse besteht aus V2A-Edelstahl, die starke Rückholfeder reduziert den Seildurchhang.

Alleinstellungsmerkmal und konzeptioneller Kern der Baureihe ist die hohe Flexibilität mit Blick auf Montage, Seilabzug, Wahl des Encoders und der Ausstattung mit Signalausgängen. Die Montage eines Drehgebers ist auf beiden Seiten des Gehäuses möglich, wodurch der Seilabzug je nach Bedarf links oder rechts ausgerichtet werden kann. Per optionaler 360°-Umlenkrolle lässt sich das Seil in jede gewünschte Richtung führen.

Starke Kombination für die Agrartechnik

Miteinander kombiniert bieten der Drehgeber MH1023 und der SL00-R klare Vorteile für den Einsatz im rauen Arbeitsalltag der Landwirtschaft. Hersteller von Landmaschinen und Sonderfahrzeugen profitieren von der einfachen Integration der FSG-Geräte in bereits bestehende Netzwerke. Umfassender Support für gängige Schnittstellen und Protokolle wie CAN-Bus/ISOBUS und J1939 stellt die standardisierte Kommunikation innerhalb des Fahrzeugnetzwerks sicher. Der Entwicklungsaufwand für neue Fahrzeuge und Maschinen verringert sich, die Inbetriebnahme erfolgt schnell.

Über die FSG FERNSTEUERGERÄTE Kurt Oelsch GmbH

FSG FERNSTEUERGERÄTE ist ein führender Anbieter und Hersteller von Mess- und Sensortechnik. Die Unternehmensgruppe entwickelt Potentiometer, Dreh- und Seilzuggeber, Neigungssensoren sowie Joysticks und viele weitere Komponenten für nahezu alle Industriebereiche. Hauptsitz des 1946 gegründeten Unternehmens ist Berlin, drei weitere Werke stehen in Zernsdorf und Kablow in Brandenburg und in Heppenheim (Hessen). FSG Fernsteuergeräte beschäftigt ca. 500 Mitarbeiter. Mit einer hohen Fertigungstiefe von 90 Prozent ist das Unternehmen in der Lage, weitgehend unabhängig von Zulieferern zu agieren und auch individuelle Kundenwünsche, Kleinserien oder Prototypen rasch und in höchster Qualität herzustellen.

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