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Projektkritisches Fach-Know-how wirtschaftlich nutzen: Fast jedes dritte Unternehmen erwägt Expert-Sharing

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1. Juli 2026 Firma SALT AND PEPPER
Fast jedes dritte Unternehmen (29,2 %) erwägt Expert-Sharing als eine Lösung, um Fachkräftemangel zu begegnen. Das zeigt der aktuelle ANÜ-Report von SALT AND PEPPER. Besonders im Engineering- und IT-Umfeld wird das Modell aus wirtschaftlicher Sicht relevant: Hochspezialisiertes Fach-Know-how wird in Projekten häufig dringend gebraucht, aber nicht dauerhaft in Vollzeit ausgelastet.

In der Praxis geht es oft um wenige kritische Wochen oder Monate: Architekturentscheidungen, technische Reviews, Cloud-Migrationen, Automatisierungsschritte oder Spezialthemen in Embedded Systems und Softwareentwicklung. Fehlt die passende Kompetenz in diesen Projektphasen, wirkt sich das schnell auf Zeitplan, Qualität und Kosten aus. Expert-Sharing setzt genau an diesem Punkt an: Fachkräfte werden projektbezogen in mehreren Unternehmen oder Projekten eingesetzt – koordiniert durch einen erfahrenen Engineering- und IT-Partner.

Die Studie zeigt: 47,2 % der Befragten sehen Expert-Sharing als Möglichkeit, Personalengpässe zu überbrücken. 32,8 % erkennen Chancen, Personalkosten zu senken. Weitere 32,4 % sehen Vorteile durch Synergien, Netzwerkeffekte und Kooperationen. Damit wird Expert-Sharing vor allem dort interessant, wo Spezialwissen projektkritisch ist, klassische Rekrutierung zu lange dauert und eine dauerhafte Vollzeitrolle wirtschaftlich nicht sinnvoll wäre.

Spezialwissen wird zur Auslastungsfrage

Viele Unternehmen stehen bei seltenen Spezialkompetenzen vor einem Zielkonflikt: Sie müssen Fach-Know-how schnell verfügbar machen, können den Bedarf aber nicht über alle Projektphasen hinweg stabil auslasten. Das betrifft insbesondere Rollen in hochdynamischen Technologiefeldern wie Cloud-Architektur, Automatisierung, Cybersecurity, Embedded Systems oder Softwareentwicklung.

Expert-Sharing kann in solchen Situationen helfen, spezialisiertes Wissen wirtschaftlich verfügbar zu machen. Unternehmen erhalten Zugriff auf Kompetenzen, die über klassische Rekrutierungswege schwer oder nur mit erheblichem Zeitaufwand verfügbar wären. Gleichzeitig reduzieren sie das Risiko, seltene Expertise dauerhaft vorzuhalten, obwohl sie nur punktuell benötigt wird.

„Viele Unternehmen brauchen Spezialwissen nicht durchgehend, sondern in bestimmten Projektmomenten sehr dringend“, sagt Lisa-Marie Fuchs, Director bei SALT AND PEPPER Technology. „Für solche projektkritischen Nischenbedarfe kann Expert-Sharing wirtschaftlich interessant werden – vorausgesetzt, Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Qualität sind professionell geregelt.“

Praxisbeispiel: Geteilte Cloud-Expertise in mehreren Projekten

Wie Expert-Sharing in der Praxis funktionieren kann, zeigt ein im ANÜ-Report dargestellter Use Case. Ein mittelständischer Automatisierungshersteller benötigte kurzfristig Expertise in Kubernetes-Architektur, verfügte intern jedoch nicht über ausreichende Spezialkompetenz. Gleichzeitig hatten zwei weitere Unternehmen ähnliche Anforderungen in kürzeren Projektphasen.

SALT AND PEPPER identifizierte einen erfahrenen Senior Cloud Architect, der zu den Anforderungen aller drei Partner passte. Über neun Monate wurde ein Expert-Sharing-Modell in parallelen Sprint-Zyklen umgesetzt. Der Rahmen umfasste einen einheitlichen NDA-Standard, klare Haftungsabgrenzung, transparente Zeiterfassung sowie Koordination, Kapazitätsplanung und Qualitätsmonitoring durch SALT AND PEPPER.

Im konkreten Beispiel konnte die Projektlaufzeit beim Automatisierungshersteller durch die direkte Verfügbarkeit der Expertise um 30 % verkürzt werden. Zugleich sanken die Gesamtkosten pro Projekt um rund 20 %, da die Ressource geteilt wurde. Der Use Case verdeutlicht damit, wie Expert-Sharing bei geeigneten Rahmenbedingungen wirtschaftliche Vorteile schaffen kann – ohne Know-how-Schutz und Projektqualität aus dem Blick zu verlieren.

Wirtschaftlichkeit entsteht durch das passende Einsatzmodell

Die Ergebnisse fügen sich in eine zentrale Erkenntnis des ANÜ-Reports ein: Unternehmen greifen bei der Bewertung externer Fachkräfte häufig zu kurz, wenn sie nur Stundensätze oder direkte Personalkosten vergleichen. Gerade in Engineering- und IT-Projekten entscheidet auch, wie schnell Expertise produktiv wird, wie lange Rollen unbesetzt bleiben, wie hoch der Ramp-up-Aufwand ist und welche Projektrisiken durch fehlendes Fachwissen entstehen.

Expert-Sharing erweitert diese Perspektive um einen spezifischen Anwendungsfall: seltene Spezialkompetenzen, die kurzfristig verfügbar sein müssen, aber nicht dauerhaft eine Vollzeitrolle auslasten. Damit geht es nicht um ein pauschal günstigeres Modell, sondern um die wirtschaftlich passende Lösung für den jeweiligen Projektkontext.

„Der wirtschaftliche Nutzen entsteht nicht allein dadurch, dass mehrere Unternehmen eine Ressource teilen“, so Fuchs. „Entscheidend ist die professionelle Steuerung: Wer braucht welche Expertise zu welchem Zeitpunkt, wie wird vertrauliches Wissen geschützt und wie bleibt die Qualität im Projekt gesichert?“

Know-how-Schutz bleibt größte Hürde

Der Report zeigt zugleich, warum Expert-Sharing in der Praxis professionell gesteuert werden muss. Die größten Vorbehalte betreffen den Schutz sensiblen Wissens und die organisatorische Umsetzung. 59,6 % der Befragten befürchten Know-how-Abfluss. 51,6 % sehen organisatorische Komplexität. 47,2 % zweifeln an der durchgängigen Verfügbarkeit von Fachkräften, 41,6 % erwarten Schwierigkeiten bei der Integration in bestehende Teams.

Für Unternehmen bedeutet das: Expert-Sharing kann nur dann wirtschaftlich wirksam werden, wenn Rollen, Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Schnittstellen klar geregelt sind. Gerade im Engineering- und IT-Umfeld sind saubere Rahmenbedingungen entscheidend, damit geteilte Expertise nicht zu zusätzlicher Reibung führt, sondern Projekte tatsächlich entlastet.

Ergänzendes Modell für projektkritische Nischenbedarfe

Expert-Sharing ersetzt weder Direktanstellung noch klassische Arbeitnehmerüberlassung oder Werk- und Dienstverträge. Als ergänzendes Einsatzmodell im Umfeld moderner Engineering- und IT-Projekte kann es dort sinnvoll sein, wo Spezialwissen punktuell benötigt wird, klassische Rekrutierung zu langsam wäre oder eine Vollzeitrolle wirtschaftlich nicht tragfähig ist.

Damit wird Expert-Sharing zu einem Baustein einer breiteren wirtschaftlichen Betrachtung externer Expertise: Entscheidend ist nicht allein, welche Vertragsform gewählt wird, sondern ob sie zum Zeithorizont, zur Projektphase, zur Auslastung und zur strategischen Bedeutung der benötigten Kompetenz passt.

Vollständige Ergebnisse

Die vollständige Studie mit vertiefenden Daten, Modellrechnungen und Praxisimpulsen steht hier zum Download bereit:
https://salt-and-pepper.eu/research/anue-report-2025/

Über die Studie

Im Rahmen seines ANÜ-Reports hat der Engineering- und IT-Dienstleister SALT AND PEPPER untersucht, wie Arbeitnehmerüberlassung heute genutzt wird, welche Barrieren bestehen und welche strategischen Potenziale insbesondere im Engineering- und IT-Umfeld bislang ungenutzt bleiben.

Die Datengrundlage bilden Online-Umfragen der Civey GmbH, die im Auftrag von SALT AND PEPPER durchgeführt wurden. Der Befragungszeitraum lag zwischen dem 04.07. und dem 29.07.2025. Insgesamt wurden 1.000 Antworten von Erwerbstätigen erhoben, die sich beruflich mit dem Thema Arbeitnehmerüberlassung beschäftigen, sowie 250 Antworten von Erwerbstätigen im Bereich IT, Entwicklung und Forschung, die beruflich Personalentscheidungen treffen und in einem Büro arbeiten.

Über die SALT AND PEPPER Gruppe

SALT AND PEPPER ist eine deutschlandweit tätige Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Bremen. Sie bietet hochwertige Engineering-Dienstleistungen, Softwareentwicklung und Weiterbildung aus einer Hand. Mit viel Know-how arbeiten rund 450 Mitarbeitende an acht Standorten an den zentralen Herausforderungen von Industrie 4.0 und Digitalisierung. Die Unternehmenswerte Mut, Professionalität, Respekt, Kreativität und Leidenschaft machen SALT AND PEPPER zu einem branchenübergreifenden Fortschrittspartner und einer One-Stop-Lösung für die deutsche Wirtschaft.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

SALT AND PEPPER Gruppe
Fahrenheitstr. 11
28359 Bremen
Telefon: +49 (421) 691070-0
Telefax: +49 (421) 691070-10
http://www.salt-and-pepper.eu

Ansprechpartner:
Martin Löwe
Manager Externe Kommunikation / Pressesprecher
E-Mail: m.loewe@salt-and-pepper.eu
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Posted in ProduktionstechnikTagged engineering, Expert-Sharing, Fachkräftebedarf, Fachkräftemangel, it, Kapazitätssteuerung, Know-how Management, Kompetenzpool, kosteneffizienz, Projektbesetzung, Projektentlastung, Ressourcenteilung, Skill Sharing, Spezialwissen, Team-Integration

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