Der Markt für Vertragsanalyse und Compliance-Management liebt Kennzahlen. NIS2 Compliance Score, Supply Chain Score, Governance Score, Contract Index oder Resilience Index versprechen Transparenz und Vergleichbarkeit auf Knopfdruck. Meist mündet die Analyse in einer Zahl zwischen 0 und 100, einer Ampelbewertung oder einem Reifegradmodell.

Doch genau hier beginnt das Problem.

Ein Score wirkt objektiv und managementtauglich. Er beantwortet jedoch selten die Fragen, die Unternehmensleitungen tatsächlich stellen. Statt Klarheit zu schaffen, erzeugt er häufig neue Unsicherheiten.

Erhält ein CIO beispielsweise die Information, dass der „Supply Chain Security Score“ seines Unternehmens bei 62 Prozent liegt, folgen unmittelbar die entscheidenden Fragen:

  • Warum nur 62 Prozent?
  • Welche Lieferanten sind betroffen?
  • Welche Vertragsklauseln fehlen?
  • Welche Risiken entstehen daraus?
  • Welche Verträge müssen angepasst werden?
  • Welche Kosten verursachen diese Risiken?

Der Score selbst liefert auf keine dieser Fragen eine Antwort.

Der Irrtum der Score-Orientierung

Jeder Score ist eine Verdichtung. Hunderte Vertragsattribute, Klauseln, Abhängigkeiten, Risiken und regulatorische Anforderungen werden auf eine einzige Kennzahl reduziert. Diese Verdichtung erleichtert zwar die Darstellung auf Management-Dashboards, führt jedoch zwangsläufig dazu, dass wichtige Informationen verloren gehen.

Für die Unternehmenssteuerung reicht es nicht zu wissen, dass ein Problem existiert. Entscheidend ist das Verständnis darüber, welches Problem vorliegt, wo es entsteht und wie es beseitigt werden kann.

LEGANTA® stellt die Frage in den Mittelpunkt

LEGANTA® verfolgt daher einen grundsätzlich anderen Ansatz.

Statt Verträge primär zu bewerten, projiziert LEGANTA® jeden Vertrag gegen eine semantische Repräsentation regulatorischer Anforderungen, beispielsweise der NIS2-Richtlinie. Der eigentliche Mehrwert entsteht dabei nicht durch einen weiteren Score, sondern durch die Fähigkeit, konkrete und unternehmensrelevante Fragen unmittelbar beantworten zu können.

Das LEGANTA® Verfahren basiert auf der Überzeugung, dass die Pain Points von Unternehmen nicht durch Kennzahlen beseitigt werden, sondern durch die richtigen Fragen.

Fragen wie:

  • Welche kritischen Lieferantenverträge enthalten kein Auditrecht?
  • Welche Verträge verpflichten Dienstleister nicht zur Meldung von Sicherheitsvorfällen innerhalb von 24 Stunden?
  • Welche Vertragspartner dürfen Subunternehmer ohne Zustimmung des Auftraggebers einsetzen?
  • Wo fehlen Exit-Regelungen für kritische Dienstleistungen?
  • Welche Lieferanten wurden bisher nie bewertet?

Solche Antworten schaffen Transparenz und Handlungsfähigkeit. Sie führen direkt zu Maßnahmen.

Von der Bewertung zur Entscheidung

Das gilt nicht nur für die Lieferkette.

Während ein klassischer Governance Score Verantwortlichkeiten, Reporting-Prozesse, Compliance-Regelungen oder Management-Einbindung zu einem Prozentwert verdichtet, fragt LEGANTA® gezielt nach den Ursachen möglicher Defizite:

  • Wer trägt die Sicherheitsverantwortung?
  • In welchen Verträgen fehlen Rollenbeschreibungen?
  • Wo sind Eskalationswege nicht definiert?
  • Welche Vertragspartner liefern keine Compliance-Berichte?

Der Unterschied ist grundlegend.

Ein Governance Score sagt: "Wir erreichen 74 Prozent."

LEGANTA® sagt: "In 17 kritischen Verträgen fehlen Governance-Regelungen."

Nur die zweite Aussage ermöglicht eine konkrete Priorisierung und unmittelbare Umsetzung.

NIS2-Compliance braucht Antworten, keine Prozentwerte

Auch beim NIS2 Compliance Score zeigt sich dieselbe Schwäche.

Ein Prozentwert beschreibt den Zustand eines Vertragsbestands, liefert jedoch keine belastbare Entscheidungsgrundlage für Vorstände, Compliance-Verantwortliche oder Auditoren.

Tatsächlich benötigen Unternehmen Antworten auf Fragen wie:

  • Welche regulatorischen Anforderungen fehlen?
  • Welche Verpflichtungen sind unzureichend geregelt?
  • Welche Verträge bergen erhöhte Risiken?
  • Welche Anpassungen besitzen die höchste Priorität?
  • Welche finanziellen Auswirkungen entstehen durch verbleibende Risiken?

Genau hier setzt LEGANTA® an.

Die semantische Antwortmaschine

Mit seinem semantischen Wissensmodell nutzt LEGANTA® nicht nur ausgewählte Vertragsdaten, sondern die gesamte semantische Repräsentation des Vertrags- und Risikokontextes.

Dadurch entsteht ein System, das Fragen beantwortet statt lediglich Bewertungen auszugeben.

Beispielsweise:

Frage: Welche kritischen Lieferantenverträge enthalten keine Auditrechte?
Antwort: 11 Verträge gefunden.

Frage: Welche Dienstleister melden Sicherheitsvorfälle später als innerhalb von 24 Stunden?
Antwort: 7 Verträge gefunden.

Frage: Welche Verträge enthalten keine Exit-Regelung?
Antwort: 23 Verträge gefunden.

Der Informationsgewinn liegt nicht in der Kennzahl, sondern in der präzisen Antwort.

Scores bleiben wichtig – aber nicht als Endergebnis

LEGANTA® stellt Scores nicht grundsätzlich infrage. Für Dashboards, Management-Reports oder Portfolioübersichten bleiben Kennzahlen wichtig. Mit dem LEGANTA® Score Creator können Unternehmen aus Fragen und Antworten sogar individuelle Scores erzeugen.

Der entscheidende Unterschied besteht jedoch darin, dass der Score nicht mehr das Analyseergebnis ist, sondern lediglich ein Nebenprodukt.

Die eigentliche Wertschöpfung entsteht durch die Fähigkeit, jede relevante Geschäfts-, Risiko-, Compliance- oder Managementfrage unmittelbar aus der semantischen Vertragsrepräsentation zu beantworten.

Fazit

Die Zukunft der Contract Intelligence liegt nicht in immer neuen Bewertungsmodellen, sondern in der Fähigkeit, Wissen aus Verträgen gezielt nutzbar zu machen.

Andere Systeme berechnen Scores. LEGANTA® beantwortet Fragen.

Andere Systeme verdichten Wissen. LEGANTA® erschließt Wissen.

Dadurch erhalten Unternehmen genau die Informationen, die sie für fundierte Entscheidungen benötigen:

  • Welche Verträge sind betroffen?
  • Welche Klauseln fehlen?
  • Welche Risiken entstehen?
  • Welche Risikokosten drohen?
  • Welche Maßnahmen besitzen die höchste Priorität?

Der Score sagt, dass ein Problem existiert.

LEGANTA® zeigt, welches Problem existiert, wo es existiert, warum es existiert und was konkret dagegen zu tun ist.

Über die SBC Systems GmbH

Die LEGANTA® Business Software ist ein SaaS-basiertes Produkt der SBC Systems GmbH. Gegründet im Jahr 2009 und mit Sitz in Frankfurt am Main, entwickelt und vertreibt SBC Systems GmbH innovative KI-Softwarelösungen zur Automatisierung von Geschäftsbeziehungen, Leistungsaustausch und Vertragsmanagement. Das Unternehmen vergibt Lizenzen und bietet Beratung, Projektmanagement und Dienstleistungen für Unternehmen und Behörden an.

Unsere Kompetenzen zeigen sich insbesondere:
• in der Digitalisierung und Automatisierung von Dauerschuldverhältnissen
• mit unbegrenzter Zahl von Vertragspartnern, Leistungen und Objekten
• mit automatisierten Vertragsprozessen
• mit täglich tausenden von automatisierten Buchungen
• mit voller Integration in die bestehende IT-Landschaft.

Unsere Produkte sind in 52 Ländern mit unterschiedlichen Sprachen und Währungen im Einsatz. Zusammen mit unseren Partnern whitepaper.id (whitepaper-id.com) und innowise (innowise.de) sind wir ein Team mit hochzertifizierter SAP-Kompetenz und über 1.500 Experten, mit dem wir seit vielen Jahren integrierte IT-Lösungen erfolgreich bereitstellen und betreuen.

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Kontakt: Hugo Christian Rieß, Dipl.-Volkswirt und Dipl.-Mathematiker, Geschäftsführer, E-Mail: hcr@sbc-systems.de

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