Lean Management verfolgt unter anderem das Ziel, unnötige Wege, Wartezeiten und Bewegungen zu reduzieren. Genau hier können mobile Lösungen ansetzen. Ein Materialwagen oder ein mit Rädern ausgestattetes Durchlaufregal lässt sich dort positionieren, wo Material gerade benötigt wird. Ändern sich Produktionsabläufe oder das Layout, kann die Lösung vergleichsweise einfach umgesetzt und an die neue Situation angepasst werden.
Räder sind deshalb nicht nur ein mechanisches Zubehörteil. Sie beeinflussen den gesamten Umgang mit einem Betriebsmittel. Ein Wagen, der sich leicht und kontrolliert bewegen lässt, kann Laufwege reduzieren und den manuellen Materialtransport erleichtern. Bei der Planung sollte deshalb die Mobilität bereits zusammen mit Konstruktion, Beladung und Arbeitsablauf betrachtet werden.
Welche Rolle spielt die Tragfähigkeit?
Eine der ersten Fragen bei der Auswahl von Rädern lautet: Welche Last muss bewegt werden? Dabei zählt nicht nur das Eigengewicht des Wagens. Hinzu kommen die transportierten Materialien, Behälter und gegebenenfalls dynamische Belastungen beim Anfahren, Schieben oder Überfahren kleiner Unebenheiten.
Die Gesamttragfähigkeit muss zur Konstruktion passen. Gleichzeitig sollte die Last möglichst sinnvoll auf die vorhandenen Räder verteilt werden. Je nach Aufbau können unterschiedliche Radkonfigurationen sinnvoll sein. Bei vier Rädern beispielsweise beeinflussen Anordnung, Bodenbeschaffenheit und Schwerpunkt, wie sich die Last tatsächlich auf die einzelnen Räder verteilt.
Für eine belastbare Auslegung müssen daher immer das Gesamtgewicht, die Anzahl und Art der Räder sowie die konkrete Nutzung betrachtet werden. BeeWaTec bietet innerhalb des modularen Systembaukastens unterschiedliche Komponenten und unterstützt bei der Auswahl einer passenden Lösung.
Lenkrolle oder Bockrolle?
Bei mobilen Konstruktionen stehen grundsätzlich unterschiedliche Rollentypen zur Verfügung. Lenkrollen können sich selbstständig in Bewegungsrichtung ausrichten und erleichtern dadurch das Manövrieren. Besonders bei Wagen, die häufig die Richtung wechseln oder auf engem Raum bewegt werden, ist diese Eigenschaft wichtig.
Bockrollen sind dagegen fest ausgerichtet und ermöglichen eine Bewegung in einer definierten Richtung. Sie können bei längeren Wagen oder Anwendungen sinnvoll sein, bei denen eine kontrollierte Spurführung gewünscht ist. In der Praxis werden Lenk- und Bockrollen häufig miteinander kombiniert, um einen Kompromiss zwischen Wendigkeit und Spurtreue zu erreichen.
Eine weitere wichtige Variante sind Lenkrollen mit Bremse. Sie ermöglichen die Bewegung des Wagens und können ihn am Einsatzort gleichzeitig gegen unbeabsichtigtes Wegrollen sichern. Bei Arbeitsplätzen, Regalen oder Transportwagen ist diese Funktion besonders dann relevant, wenn der Wagen nicht nur bewegt, sondern anschließend sicher positioniert werden soll.
Der Laufbelag entscheidet über das Fahrverhalten
Nicht jedes Rad eignet sich für jeden Boden. Der Laufbelag hat großen Einfluss auf Rollwiderstand, Geräuschentwicklung, Bodenschonung und Laufeigenschaften. Deshalb sollte die Auswahl nicht isoliert vom vorhandenen Industrieboden erfolgen.
Weiche Laufbeläge können auf empfindlichen oder harten Böden Vorteile bieten, während andere Ausführungen für robuste industrielle Umgebungen geeignet sind. Auch die Umgebung spielt eine Rolle: Verschmutzungen, Späne, Feuchtigkeit oder besondere Anforderungen an die Reinigung können die Auswahl beeinflussen.
Bei BeeWaTec sind Räder und Rollen mit unterschiedlichen Laufbelägen verfügbar. Damit lässt sich die Ausführung an weiche oder harte Böden sowie an spezielle Anforderungen anpassen. Für Anwendungen in elektrostatisch gefährdeten Bereichen stehen außerdem ESD-Varianten zur Verfügung.
Ergonomie: Weniger Kraft beim Schieben und Ziehen
Ein wichtiger, häufig unterschätzter Faktor ist der notwendige Kraftaufwand. Gerade bei manuell bewegten Material- und Transportwagen wirkt sich der Rollwiderstand direkt auf die Ergonomie aus. Ein Wagen, der sich nur mit hohem Kraftaufwand bewegen lässt, kann den Arbeitsablauf erschweren und die körperliche Belastung erhöhen.
Für eine ergonomische Lösung müssen deshalb mehrere Faktoren zusammenspielen: Radgröße, Laufbelag, Lagerung, Gesamtgewicht, Lastverteilung und Boden. Auch die Gestaltung des Wagens und die Position des Schiebegriffs beeinflussen die Handhabung.
Im Lean-Umfeld geht es damit nicht darum, einen Wagen lediglich „fahrbar“ zu machen. Ziel ist eine Lösung, die sich im vorgesehenen Arbeitsablauf sicher, kontrolliert und mit möglichst geringem Aufwand bewegen lässt. Die Räder werden so zu einem Bestandteil der ergonomischen Arbeitsplatz- und Materialflussplanung.
Räder als Werkzeug für flexible Produktionslayouts
Produktionsbereiche verändern sich. Neue Maschinen kommen hinzu, Arbeitsplätze werden verschoben oder Materialflüsse angepasst. Starre Einrichtungen können solche Veränderungen erschweren. Mobile Regale, Materialwagen oder Förderstrecken schaffen dagegen zusätzliche Flexibilität.
Ein mit Rädern ausgestattetes Regalsystem kann beispielsweise als Materialtransportwagen eingesetzt werden. Auch Förderstrecken und andere Lean Lösungen lassen sich durch Räder schneller umstellen. Dadurch kann die vorhandene Fläche an veränderte Prozesse angepasst werden, ohne jedes Betriebsmittel vollständig neu aufzubauen.
Der modulare Ansatz des BeeWaTec Systembaukastens unterstützt genau diese Flexibilität. Rohr- und Vierkantprofile, Verbinder, Räder und weitere Komponenten können zu individuellen Lösungen kombiniert werden. Das Prinzip „Schrauben statt Schweißen“ erleichtert dabei spätere Anpassungen und Umbauten.
Sicherheit nicht vergessen
Mobilität darf nicht zulasten der Standsicherheit gehen. Sobald ein Wagen an seinem Einsatzort angekommen ist, muss er sicher positioniert werden können. Bremsbare Lenkrollen sind hierfür eine Möglichkeit. Bei der Planung müssen außerdem Schwerpunkt, Beladungshöhe, Fahrweg und mögliche Hindernisse berücksichtigt werden.
Besonders bei hoch beladenen oder schmalen Konstruktionen ist die Gesamtgeometrie entscheidend. Die Räder allein bestimmen nicht, ob ein Wagen sicher betrieben werden kann. Konstruktion, Rahmen, Lastverteilung und Bodenverhältnisse müssen zusammen betrachtet werden.
Fazit: Das Rad ist Teil der Gesamtlösung
Die Auswahl geeigneter Räder ist eine Planungsaufgabe und keine reine Zubehörentscheidung. Tragfähigkeit, Rollwiderstand, Laufbelag, Lenkbarkeit, Bremsfunktion und Einsatzumgebung müssen zum jeweiligen Anwendungsfall passen.
Für Lean Production bieten mobile Lösungen einen konkreten Nutzen: Material kann näher am Verbrauchsort bereitgestellt, Laufwege können reduziert und Produktionslayouts flexibler gestaltet werden. Mit einem modularen Rohrstecksystem lassen sich solche Lösungen zudem an veränderte Anforderungen anpassen.
BeeWaTec verbindet Räder und Rollen mit einem umfangreichen Systembaukasten für Lean Lösungen. So können Materialwagen, Transportwagen, Arbeitsplätze, Regalsysteme und weitere Betriebsmittel passend zu den jeweiligen Anforderungen geplant und umgesetzt werden.
Die BeeWaTec Gruppe, mit Stammsitz im schwäbischen Pfullingen, ist mit einem flexiblen und innovativen Produktportfolio rund um Lean Manufacturing und Industrie 4.0 international vernetzt und verfügt über Tochtergesellschaften und Niederlassungen in Ungarn, Rumänien, Tschechien, Polen, Österreich und in der Schweiz. Mit seinem innovativen Baukastensystem für die schlanke Fertigung ist BeeWaTec einer der führenden Anbieter im deutschen Markt und konnte seine internationale Marktposition bei Lean- und Materialflusskomponenten kontinuierlich ausbauen. Hier bietet BeeWaTec zum Beispiel Produktions-Arbeitsplätze, Werkstatt-, Labor- und Lager-Ausrüstungen, Kommissioniersysteme, Intralogistik und fahrerlose Transportmittel.
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