Geschäftskritische Anwendungen auf IBM i sind in vielen Unternehmen seit Jahrzehnten im Einsatz. Sie steuern zentrale Geschäftsprozesse, verbinden Fachbereiche und enthalten umfangreiches Wissen über betriebliche Abläufe. Häufig laufen diese Systeme stabil. Gleichzeitig wird ihre Weiterentwicklung anspruchsvoller: Erfahrene Entwickler scheiden aus, neue Anforderungen müssen umgesetzt werden und KI-Werkzeuge verändern die Möglichkeiten der Softwareentwicklung.

Für IT-Verantwortliche stellt sich damit eine zentrale Frage: Wie bleibt ein gewachsenes Kernsystem langfristig beherrschbar und entwicklungsfähig?

Genau hier setzt das neue PKS-Whitepaper „Anwendungsentwicklung auf IBM Power i – Wenn Ihr Kernsystem zu wichtig ist, um es dem Zufall zu überlassen“ an. Es zeigt, wie Unternehmen ihre Ausgangslage bewerten, Modernisierungsschritte priorisieren und vorhandene Teams gezielt stärken können.
Whitepaper: IBM-i-Anwendungsentwicklung zukunftsfähig gestalten

IBM-i-Anwendungen modernisieren: Warum Systemwissen der erste Schritt ist
Eine Anwendung kann technisch zuverlässig funktionieren und trotzdem zum Risiko für ihre Weiterentwicklung werden. Das gilt insbesondere dann, wenn nur wenige Mitarbeitende wissen, wie einzelne Programme zusammenhängen oder welche Geschäftsprozesse durch eine Änderung beeinflusst werden.

Die Herausforderung liegt häufig weniger im Alter des Codes als in fehlender Transparenz über seine fachliche Bedeutung.

Bevor Unternehmen größere Modernisierungsvorhaben starten, sollten deshalb wesentliche Fragen geklärt werden: Welche Anwendungen sind geschäftskritisch? Wo bestehen Abhängigkeiten? Welches Wissen ist dokumentiert? Und welche Kompetenzen werden benötigt, um neue Anforderungen künftig selbstständig umzusetzen?

Die Analyse vorhandener Programme und Datenflüsse schafft dafür eine belastbare Grundlage. Mit eXplain lassen sich technische Zusammenhänge sichtbar machen und Veränderungen besser einschätzen. Darauf aufbauend können IT-Verantwortliche entscheiden, welche Anwendungen weiterentwickelt, modernisiert oder perspektivisch abgelöst werden sollen.

Praxisbeispiel POW3R 2026: Vom Ressourcenengpass zum neuen Entwicklerteam
Wie wichtig das Zusammenspiel aus Technologie und Wissenstransfer ist, zeigte das Referenzkunden-Interview mit SOKA-DACH auf der POW3R 2026 in Würzburg.

Unter dem Titel „Vom Ressourcenengpass zum neuen Entwicklerteam“ sprachen Maurice Herrmann, IT-Leiter bei SOKA-DACH, und Christiane Grieb von PKS über die Weiterentwicklung der bestehenden IBM-i-Landschaft.

Die Ausgangssituation war geprägt von begrenzten internen Entwicklungskapazitäten und der Abhängigkeit von externen Ressourcen. Gleichzeitig galt es, über Jahrzehnte aufgebautes Anwendungswissen zu sichern und die geschäftskritischen Prozesse langfristig abzusichern.

Ein wichtiger Bestandteil der Zusammenarbeit ist der Aufbau einer modernen Entwicklungsumgebung. Dazu gehören eXplain, Visual Studio Code, Git und CMOne. Gemeinsame Entwicklungsstandards und die strukturierte Dokumentation von Systemwissen unterstützen die Zusammenarbeit im Team.

Dabei geht es auch um einen kulturellen Wandel: Erfahrene Mitarbeitende geben ihr Wissen weiter, neue Entwickler erhalten Zugang zu komplexen Anwendungszusammenhängen und die Organisation gewinnt mehr Handlungsspielraum.

Die Zusammenarbeit mit SOKA-DACH zeigt, wie Unternehmen die Weiterentwicklung ihrer IBM-i-Anwendungen mit einem planvollen Kompetenzaufbau verbinden können.
Praxisreferenz: Wie SOKA-DACH mit PKS seine IBM-i-Anwendungsentwicklung weiterentwickelt

Wie viel Modernisierung schafft KI auf IBM i wirklich?
Auch diese Frage wurde auf der POW3R diskutiert. Roland Müller von PKS widmete sich in seinem Vortrag dem Weg von klassischen 5250-Oberflächen zu modernen Web-Anwendungen und der Rolle, die KI dabei übernehmen kann.

KI-gestützte Werkzeuge können Entwickler beispielsweise beim Verstehen von Code, bei der Dokumentation oder bei der Erstellung von Programmteilen unterstützen. Welche Ergebnisse damit tatsächlich erreichbar sind, hängt jedoch von der jeweiligen Anwendung und der Qualität des verfügbaren Systemwissens ab.

Gerade in gewachsenen IBM-i-Landschaften sind technische Abhängigkeiten und fachliche Besonderheiten zu berücksichtigen. Automatisch erzeugter Code muss geprüft, getestet und in die bestehende Architektur eingeordnet werden.

Der Faktor Mensch bleibt deshalb entscheidend. Erfahrene Entwickler beurteilen die fachliche Richtigkeit, Teams bewerten die Auswirkungen auf bestehende Prozesse und IT-Verantwortliche entscheiden über Prioritäten, Aufwand und Risiken.

Das neue PKS-Whitepaper empfiehlt, zunächst Transparenz über die bestehende Anwendungslandschaft herzustellen. Der 6R-Ansatz hilft anschließend, unterschiedliche Modernisierungsoptionen strukturiert zu bewerten. KI wird dort eingebunden, wo sie einen nachvollziehbaren Beitrag leisten kann.

Was können Unternehmen aus der Praxis für ihre eigene Anwendungsentwicklung ableiten?
Aus den beschriebenen Ansätzen ergeben sich konkrete Orientierungspunkte für IT-Verantwortliche.

  • Systemwissen frühzeitig sichern: Kritische Geschäftslogik sollte nachvollziehbar dokumentiert werden, solange erfahrene Wissensträger verfügbar sind. Gemeinsame Entwicklungswerkzeuge können dabei helfen, Informationen im Arbeitsalltag zugänglich zu halten.
  • Entwicklungsprozesse gemeinsam weiterentwickeln: Die Einführung von Git oder Visual Studio Code ist auch eine organisatorische Aufgabe. Einheitliche Arbeitsweisen und gezielte Schulungen erleichtern es neuen Mitarbeitenden, Verantwortung zu übernehmen.
  • Modernisierung schrittweise planen: Ein Software-Assessment oder ein begrenztes Pilotprojekt kann zeigen, welche Veränderungen sinnvoll und wirtschaftlich tragfähig sind. Unternehmen behalten so die Kontrolle über Umfang und Investitionen.
  • KI anhand konkreter Aufgaben bewerten: Entscheidend ist, ob ein Werkzeug beispielsweise die Analyse bestehender Programme erleichtert oder Entwicklungsabläufe sinnvoll unterstützt. Die Bewertung gehört in die Hände der Menschen, die Anwendung, Architektur und Geschäftsprozesse kennen.
  • Weitere IBM-i-Praxisbeispiele: Unterschiedliche Ausgangslagen erfordern unterschiedliche Wege

Neben SOKA-DACH stellt PKS im neuen Whitepaper weitere Kundenbeispiele vor.

Bei HARK lieferte ein Software-Assessment die Grundlage für eine Modernisierungsroadmap. Dabei wurde für rund 47 Prozent der untersuchten Codebasis Bereinigungspotenzial identifiziert.

AVUS modernisiert Benutzeroberflächen seiner IBM-i-Anwendungen, während die bestehende Anwendungslogik erhalten bleibt. Bei JELD-WEN steht die kontinuierliche Weiterentwicklung der Anwendungslandschaft im Vordergrund. UTA Edenred wiederum verbindet die Sicherung von Systemwissen mit der Vorbereitung einer späteren Ablösung.

Die Beispiele verdeutlichen, dass es keinen einheitlichen Modernisierungspfad gibt. Die passende Vorgehensweise hängt von der bestehenden Architektur, den geschäftlichen Anforderungen und den verfügbaren Ressourcen ab.

Neues PKS-Whitepaper: Orientierung für die Anwendungsentwicklung auf IBM i
Das neue Whitepaper richtet sich an CIOs, IT-Leitungen und Verantwortliche für IBM-i-Anwendungen. Es beschreibt, wie sich gewachsene Kernsysteme analysieren, Modernisierungsoptionen bewerten und Entwicklungsteams nachhaltig stärken lassen.

Darüber hinaus zeigt PKS, wie Unternehmen mit überschaubaren Einstiegsvorhaben beginnen können, etwa einem Software-Assessment, einem Proof of Concept oder einem Training für ihre Entwickler. Jetzt hier das Material zum Weiterlesen erhalten

Wer die eigene Ausgangslage gemeinsam mit PKS besprechen möchte, kann über die PKS-Kontaktseite einen persönlichen Austausch vereinbaren.

Über die PKS Software GmbH

Wir verschaffen Durchblick und gestalten Zukunft von geschäftskritischen Softwaresystemen.

Unternehmen wollen und brauchen moderne Geschäftsanwendungen. Das klingt zwar simpel, ist aber eine echte Herausforderung, denn die über Jahrzehnte im Unternehmen entstandenen Abläufe und Softwarelösungen müssen erst einmal verstanden werden, bevor sie im Kontext der digitalen Transformation erneuert oder abgelöst werden können.

PKS hilft Ihnen dabei, Ihre gewachsenen Softwarelandschaften so zu optimieren, dass Ihr Unternehmen mit Kunden und Lieferanten effizient, zeitgemäß und fehlerfrei zusammenarbeiten kann.

Die PKS Software GmbH mit Sitz in Ravensburg ist spezialisiert auf Analyse, Transformation und Modernisierung geschäftskritischer IT-Systeme. Seit über 30 Jahren unterstützt PKS Unternehmen bei der nachhaltigen Weiterentwicklung komplexer Legacy- und Enterprise-Landschaften.

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