Ein pharmazeutischer Summer Shutdown lässt wenig Spielraum für Verzögerungen. Bei einem Pharmaunternehmen am Standort Wien mussten zahlreiche technische Gewerke, Umbauarbeiten, Reinraumbereiche und Freigabeschritte innerhalb eines eng definierten Stillstandsfensters koordiniert werden.

Die SpiraTec AG unterstützte den Summer Shutdown 2026 mit Projekt-, Design-, Bau- und Fachkoordination sowie örtlicher Bauaufsicht. Im Fokus stand dabei die operative Steuerung der Baustelle mithilfe von Lean Construction Management (LCM).

„Ein Summer Shutdown ist kein Projekt, das man einfach nach Plan abarbeitet. Man muss Technik, Termine, Lieferzeiten und sehr unterschiedliche Charaktere täglich neu zusammenbringen – und dafür sorgen, dass aus vielen Einzelinteressen am Ende ein gemeinsames Ergebnis entsteht.“ – Jürgen Hoffmann, Projektleitung und örtliche Bauaufsicht, Manager of Industrial Engineering & Design bei SpiraTec AG

Die Herausforderung

Komplexe Schnittstellen in einem engen Shutdown-Fenster

Die hohe Parallelisierung von Arbeiten an HKLS/MSR, Elektro, Bau, Reinraum, Boden und Prozesstechnik erforderte eine kontinuierliche Abstimmung. Gleichzeitig mussten GMP- und Werksanforderungen, ATEX-Bereiche sowie kurzfristige Änderungen berücksichtigt werden.

Besonders anspruchsvoll waren zudem kritische Lüftungsinbetriebnahmen sowie Rohrbrüche und Flüssigkeitsaustritte. Die Arbeiten wurden teilweise im Drei-Schicht-Betrieb sowie nachts und an Wochenenden durchgeführt.

„Entscheidend war, die parallel laufenden Gewerke täglich auf Raumebene zu synchronisieren und Abweichungen sofort mit Verantwortlichkeiten, Maßnahmen und Fristen zu hinterlegen.“ – Elisabeth Muck, örtliche Bauaufsicht, Professional Consultant Industrial Engineering & Design bei SpiraTec AG

Unsere Lösung

LCM macht aus Terminplanung operative Baustellensteuerung

SpiraTec führte die geplanten Arbeiten auf Raum-, Gewerke- und Tagesebene zusammen und stimmte sie kontinuierlich mit den beteiligten Unternehmen ab.

Dabei wurden Baustellenfortschritt und Terminplanung unmittelbar miteinander verknüpft:

  • Tägliche Baustellenrundgänge und Raumchecks
  • LCM-Tages- und Wochenplanung
  • Erfassung von Abhängigkeiten und kritischen Schnittstellen
  • Fortschritts- und Lieferantenkontrolle
  • Klare Zuordnung von Maßnahmen, Verantwortlichen und Fristen
  • Direkte Eskalation und kurzfristige Entscheidungsfindung

So konnten Abweichungen unmittelbar erkannt und in die weitere Ablaufplanung integriert werden.

„Entscheidend für den Projekterfolg war eine kurzfristige, enge Abstimmung auf Projektleitungsebene – Projektmanagement Auftraggeber und SpiraTec – um Sachverhalte mit ihren Schnittstellen und Konsequenzen zu klären und, basierend darauf, schnell faktenbasierte Entscheidungen treffen zu können.“ – Project Manager auf Kundenseite

Projekthighlights

Transparenz und schnelle Entscheidungen für einen sicheren Wiederanlauf

  • Lean Construction Management für einen zeitkritischen Pharma-Shutdown
  • Raumbezogene Steuerung von Terminen und Gewerkeabhängigkeiten
  • Koordination zahlreicher technischer und organisatorischer Schnittstellen
  • Direkte Vor-Ort-Steuerung mit kurzen Entscheidungswegen
  • Strukturierte Raum- und Übergabechecks
  • GMP-gerechte Freigabe- und Übergabekoordination
  • Flexible Steuerung auch außerhalb klassischer Arbeitszeiten

Durch die Verbindung von Vor-Ort-Bauleitung und LCM erhielt der Kunde ein transparentes und belastbares Steuerungsbild über Fortschritt, offene Punkte und kritische Abhängigkeiten.

Das ermöglichte:

  • Frühzeitige Erkennung von Terminrisiken
  • Schnellere Entscheidungen bei Abweichungen
  • Klare Verantwortlichkeiten und verbindliche Fristen
  • Strukturierte Bearbeitung von Restpunkten
  • Nachvollziehbare Übergabe kritischer Bereiche
  • Unterstützung eines sicheren Wiederanlaufs
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